Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 26. August 2008

Schwarzes Abenteuer beendet

Bündnis 90 / Die Grünen

Dem Antrag der GRÜNEN gegen die Beteiligung unserer Stadtwerke mit 30 MW am Kohlekraftwerk in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) wurde in der letzten Bürgerschaftssitzung mehrheitlich zugestimmt. Der dänische Partner DONG der Stadtwerke will dort ein konventionelles Kohlekraftwerk bauen und mindestens 1600 MW Strom am alten Atomkraftwerksstandort der DDR produzieren. In Dänemark selbst ist schon seit 30 Jahren diese ineffiziente Art, Strom ohne Kraftwärmekopplung zu produzieren, untersagt! Die Urlaubsregion am Greifswalder Bodden wehrt sich gegen das zweifelhafte Projekt zu Recht mit einem erfolgreichen Volksbegehren. Denn die klimaschädliche Technologie des vorigen Jahrhunderts nutzt den Brennstoff nur zu 40 Prozent, die ungenutzte Abwärme belastet die Umwelt, die Kohlekosten haben sich auf dem Weltmarkt verdoppelt und steigen weiter, die Baukosten sind eben so ungewiss wie die Kosten für die CO2-Abgabe ab 2012.

Daher sollte die 50-Millionen-Investition besser zur Wertschöpfung hier vor Ort beitragen: Aufträge für Lübecker Unternehmen, Arbeitsplätze beim Bau und Betrieb der Anlagen und Steuereinnahmen für die Stadt. Das ist möglich mit kleinen modernen Anlagen, die mit größter Ausnutzung der teuren Brennstoffe Strom und Wärme erzeugen (BHKW), mit Verstärkung und Modernisierung der vorhandenen Windkraftanlagen, mit forcierter Nutzung von Sonnenenergie, mit Bio-Gas-Gewinnung aus Reststoffen, aber nicht aus dem Anbau von Energie-Pflanzen. Die wichtigste "Energiequelle" ist und bleibt aber die Einsparung von Energie!

V.i.S.d.P.: Gunhild Duske

Autorin: Gunhild Duske

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