Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 26. August 2008

Investitionsstandort Lübeck ernst nehmen

FDP

Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat davor gewarnt, "Lübecks guten Ruf als Wirtschaftsstandort zu gefährden." Adressat ist offensichtlich die SPD-Bürgerschaftsfraktion. Die Genossen haben es in der Tat verstanden, schon kurz nach dem "gefühlten Wahlsieg" (der den Lübecker Sozialdemokraten tatsächlich ihr schlechtestes Ergebnis bei Kommunalwahlen eingebracht hat) wichtige Investitionsentscheidungen in der Stadt in Frage zu stellen. Jüngstes Beispiel ist die touristische Erschließung des Priwalls durch die "Waterfront AG", die maßgeblich durch einen FDP-Antrag in der Bürgerschaft zu Beginn der letzten Wahlperiode auch mit Zustimmung der SPD vorangetrieben worden war. Plötzlich entdeckt die SPD öffentlich ihr Herz für die Priwall-Camper und tut so, als sei dieses Thema neu. Tatsächlich war allen Beteiligten seit Jahren klar, dass der bestehende, vor allem durch Dauercamper genutzte Platz leider dem "Waterfront-Projekt" weichen muss. Jetzt bringt die SPD sogar das Gelände am ehemaligen Priwall-Krankenhaus als Ersatzstandort ins Gespräch - und stört sich offenbar nicht um bestehende Verträge mit Herrn Hollensen, der dort ein Jugend- und Familienhotel errichten will. Dabei hatte die SPD in einer Mitteilung am 22.11.2004 erklärt: "Die SPD steht zum geplanten Bau eines Feriendorfes auf dem Priwall. Der Priwall muss aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Weitere Verzögerungen darf es auf keinem Fall geben." Saxe mahnt: "Einen guten Ruf als attraktiver Ort für Investitionen mit einem wirtschaftsfreundlichen Klima aufzubauen, dauert Jahre. Ihn zu zerstören, ist in wenigen Monaten zu schaffen."

V.i.S.d.P: Thomas Schalies

Autor: Thomas Schalies

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