Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. August 2008

Keine Privatisierung der GHL

Die Linke

Auf der Bürgerschaftssitzung im Juli wurde ein Prüfantrag beschlossen, einen Kostenvergleich zwischen der Gebäudereinigung Hansestadt Lübeck (GHL) und der Privatwirtschaft aufzuzeigen. DIE LINKE hofft, dass dieser Antrag die schleichende Privatisierung des städtischen Betriebes stoppt. Seit Jahren werden von der Stadt immer mehr Reinigungsaufträge an private Firmen vergeben. Dieses Verfahren kommt nun endlich auf den Prüfstand. Die Fraktion DIE LINKE begrüßt diesen Antrag. Die GHL schreibt schon seit geraumer Zeit schwarze Zahlen. Sie kann durchaus mit den Privaten konkurrieren. DIE LINKE sieht den Bereich Gebäudereinigung als städtische Aufgabe an, die nicht ausgegliedert werden darf. Nicht zuletzt weil in der Privatwirtschaft das Einhalten des Mindestlohnes für die Beschäftigten nicht sicher ist. Gerade bei der GHL arbeiten viele Frauen in Teilzeit. Sie brauchen verlässliche Arbeitszeiten und Löhne. Derzeit verdienen die Angestellten in Entgeltgruppe I etwa soviel wie den Mindestlohn in der Privatwirtschaft. Hier sind also keine Einsparungen möglich, wenn man sich an die Sozialgesetze hält. Wenn die weitere Ausgliederung gestoppt ist, werden wir prüfen lassen, inwiefern man bereits abgegebene Reinigungsaufträge zur städtischen GHL zurück holen kann. So könnten bei der Gebäudereinigung neue städtische Arbeitsplätze entstehen, die sich selbst tragen und den Angestellten soziale Sicherheit bieten. Ein städtisches Unternehmen, dass profitabel wirtschaftet, sollte nicht verkauft werden. DIE LINKE wird versuchen die schleichende Privatisierung zu stoppen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Autor: Oliver Reiß

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