Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 26. August 2008

Lübeck braucht komplett neue Radwege

Lübecker BUNT

Kommt man mit dem Fahrrad aus dem Urlaub zurück, merkt man an den miserablen Straßen sofort, dass man wieder in Lübeck ist. Nirgendwo scheinen die Radwege so vernachlässigt zu sein wie bei uns. Muss das sein? Wir glauben nein! Lübeck hat eine ideale Geländeausstattung und ist gemessen an der Fläche eine der größten deutschen Städte. Dies sind ideale Voraussetzung für eine Modellstadt des Fahrradverkehrs, in der eine umweltfreundliche, gesundheitsfördernde und sozialverträgliche Alltagsmobilität gelebt wird. Die Realität? Lübeck schläft und macht aus seinem Potential nichts! Was zeichnet eine fahrradfreundliche Stadt aus - wie Houten in Holland oder Münster in Westfalen? Dort sind Radwege getrennt von den lärmenden Autostraßen. Stress zwischen Autofahrern, Radlern und Fußgängern gibt es kaum, weil man sich nicht in die Quere kommt. Radler und Fußgänger können gefahrlos und komfortabel am Verkehr teilnehmen. An den Kreuzungspunkten, haben Radler gegenüber Autos Vorrang. Sie werden in der Regel durch Unterführungen und über Fahrradbrücken geleitet und über breite, mehrspurige Trassen geführt, die nicht straßenbegleitend sind, sondern ein eigenes Netz bilden. Wollen wir in Lübeck die Autofahrer für das umweltverträglichste Verkehrsmittel überhaupt - das Rad - begeistern, müssen zunächst einmal Radwege her, die ein zügiges und stressfreies Vorankommen ermöglichen. Wer ehrlich ist gibt zu, dass wir hier noch einmal von vorne anfangen müssen. Denn es gibt keinen einzigen Meter Radweg in Lübeck, der den hohen holländischen Standards genügen könnte. Das muss sich ändern!

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

Autorin: Dr. Hildegund Stamm

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