Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 16. September 2008

Konzept für strategische Armutsbekämpfung

CDU

Der Armuts- und Sozialbericht der Hansestadt Lübeck hat alle Sozialpolitiker alarmiert. Uns ist wichtig, dass die Angaben über Armut, Einkommen und Transferzahlungen in dem Bericht nicht nur als Zahlen wahrgenommen werden. Hinter jeder Ziffer steckt ein Mensch, eine Familie und Kinder. Diesen Menschen auf dem Weg zu Bildung, Ausbildung und dauerhafter Beschäftigung zu helfen, liegt auch in der Verantwortung von uns Kommunalpolitikern. Wir beantragen daher, dass auf Basis der Zahlen und Fakten aus dem Armuts- und Sozialbericht ein Konzept zur Bekämpfung der Armut in Lübeck erstellt wird. SPD, Grüne und Linke übertreffen sich zurzeit gegenseitig mit Symbolpolitik. Die CDU hat einen anderen Ansatz: Wie schon bei dem von uns beantragten Bericht "Leben und Wohnen im Alter" praktiziert, müssen alle Fachleute aus Ehrenamt, Sozialverbänden, Politik und Verwaltung an einen Tisch, um endlich einen Überblick über Gründe der Armut und Werkzeuge gegen ihre Entstehung zu entwickeln. Dabei kann die Stadt Lübeck vieles nicht selbst regeln - aber sie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Lage erkannt wird und die richtigen Hebel auch auf anderen Ebenen umgelegt werden können. Gewarnt werden muss aber vor falschen Versprechungen! Wer wie jüngst die "Bürger für Lübeck" Bauinvestitionen auf der einen Seite gegen Transferzahlungen zur Armutslinderung auf der anderen Seite auszuspielen versucht, kennt die rechtlichen Voraussetzungen von Haushaltspolitik nicht oder ignoriert sie zugunsten der Weckung falscher Hoffnungen. Wir müssen das Übel an der Wurzel packen. Dafür steht die CDU.

V.i.S.d.P: Andreas Zander

Autorin: Roswitha Kaske

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