Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. September 2008

Mit dem Handy zum Ticket

Handy-Parken in Lübeck und Travemünde eingerichtet

Seit dem 15. September kann man in Lübeck Handy-Parken. Fünf verschiedene Parkzonen stehen dem Fahrzeugführer zur Verfügung und unterscheiden sich in Gebühr und Höchstparkdauer.

Das System des Handy-Parkens klingt einfach: 1. Auto abstellen. 2. Betreiber anrufen. 3. Parkzone angeben. 4. Sichtbarkeit der Vignette überprüfen. Fertig. Das Abmelden geht auch schnell: 1. Betreiber anrufen. Fertig. Mit der nächsten Abrechnung bezahlt man dann seine minutengenauen Parkgebühren.

Komplizierter wird für viele potentielle Nutzer der Einstieg werden. Sechs Betreiber bieten in Lübeck ihren "Mobil-Parken-Dienst" an. Bei diesen den für sich optimalen Tarif herauszufiltern, könnte einige Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings sollte man überlegen, ob der Luxus, nicht erst zum Automat gehen zu müssen, die zusätzlichen Nutzungsgebühren rechtfertigt oder ob man doch lieber konservativ und ohne Angabe persönlicher Daten sein Ticket am Automat kauft.

"Ich finde das Handy-Parken eigentlich nicht schlecht - vor allem muss man nicht mehr so viel Kleingeld dabei haben", erklärt Juliano Weber. Allerdings, und das störe den Student schon, sei an jedem Automat der Aufkleber mit der Infoadresse www.mobil-parken.de, doch stünde vor Ort nicht, wie das mobile Parkscheinlösen funktioniere. "Es hört sich zumindest gut an, ist innovativ und zeugt von Offenheit für Zukunftstechnologien", lobt der 25-Jährige. Allerdings wisse er nicht, ob sich das in dieser Art durchsetzen könne und müsse rechnen, ob es sich bei seinen ein bis zwei Parkscheinen pro Woche lohne.

Für die Stadt selbst entstehen durch diesen Service keine weiteren Kosten. Nur eine Vereinheitlichung der gebührenpflichtigen Parkzeiten war im Vorfeld notwendig. fem

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