Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. September 2008

Allerlei Lärm

Bündnis 90 / Die Grünen

Die Septembersitzung der Bürgerschaft hat mehrere Anträge zur Lärmminderung auf ihrer Tagesordnung. Die Stadt Lübeck ist bekanntlich zur Zeit mit der Aktionsplanung im Rahmen der Umgebungslärmrichtlinie der EU und des Bundesimmissionsschutzgesetzes befasst. Da sich die Stadt nicht als großräumiges Ballungsgebiet eingestuft hatte (Travemünde wurde "herausgerechnet"), beschränkt sich die Lärmminderung vorerst auf Hauptverkehrsstraßen. Es ist aber möglich, weitere maßgebliche Lärmquellen wie Häfen, Flughäfen und Gewerbe zu berücksichtigen.

Darauf zielt unser Antrag "Ergänzung der städtischen Lärmaktionsplanung" ab: wir möchten den Flug- und künftigen Gewerbelärm, der vom Flughafen ausgeht, in die Bestandsaufnahme der Lärmsituation einbeziehen. Denn Umgebungslärm lässt sich nicht auf eine einzelne Lärmquelle beschränken: Wer z.B. in der Nähe der Blankenseer Straße oder der alten B 207 wohnt, hat nicht nur Straßenverkehrslärm vor den Fenstern, sondern zusätzlich den Fluglärm von der Startbahn und von oben. Die Stadt und die Flughafen GmbH beabsichtigen, den Luftverkehr zu erweitern und die Flugzeug-Wartung in größerem Maßstab gewerblich in Blankensee anzusiedeln. Das ergäbe Straßen-, Luft- und Gewerbelärm zusammen.

Komplizierterweise fallen diese Lärmarten unter verschiedene Gesetze, aber auf die Ohren der BürgerInnen treffen sie einfach als Krach. Und dieser muss von der politischen Vertretung der BürgerInnen bekämpft werden. Die Rechtslage ist dafür günstig: sie fordert auch den Schutz ruhiger Gebiete vor der Zunahme von Lärm.

V.i.S.d.P.: H.-J. Schubert

Autor: Hans-Jürgen Schubert

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