Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. Oktober 2008

Ganzheitliche Entwicklung im Visier

Integriertes Stadtentwicklungskonzept soll einzelne Projekte bündeln

Statt vieler kleiner Konzepte und Projekte soll Lübeck jetzt einen ganzheitlichen Entwurf zum weiteren Werdegang erhalten. Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept", kurz ISEK, brachte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) bereits im Juli auf den Weg (SZ berichtete). Empfohlen wird das ISEK den Mitgliedsländern von der Europäischen Union, diese macht die Vergabe von Fördermitteln davon abhängig.

Beaufragt mit der Entwicklung des Konzeptes ist das Berliner Büro Jahn, Mack & Partner. Es stellte jetzt erste Eckpunkte vor. So soll das Forum "Lübeck 2020" mit 20 Vertretern aus Institutionen, Verbänden, Unternehmen und Organisationen insgesamt viermal stattfinden, das erste Mal am 12. November. Ebenfalls im November und dann im März werden zwei thematische und räumliche Werkstätten mit 60 bis 80 Personen aus Verwaltung, Trägern, Ortsteilbeiräten, Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Nachbarschaftsbüros veranstaltet. An mehreren Daten im Januar und Februar werden Stadtteiltage organisiert, um direkt mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und ihre Vorstellungen von der Stadt und dem Stadtteil aufzunehmen. Der große Stadttag für ganz Lübeck ist im Mai geplant. Das ISEK soll Ende Juli nächsten Jahres vorliegen.

"Wichtig ist, dass die Entwicklung und das Konzept selbst kein starres Gebilde sind", betont Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Die Entwicklung werde mit einem Großmaß an Bürgerbeteiligung vollzogen und so Ziele herausgearbeitet, die dann mit Leben und Inhalt gefüllt werden könnten.

Als ein "Zusammenschieben bisheriger Konzepte zu einem großen Ganzen" bezeichnet Susanne Jahn vom Planungsbüro das Projekt. "Herauskommen soll ein abgestuftes Konzept mit Prioritäten, welche Maßnahmen in die vertiefte Diskussion kommen können". Einzelne Punkte seien unter anderem die Sozialstruktur in der Hansestadt, Schulen, Kitas, Wohnen im Alter, die Fahrradsituation, der Schutz des Unesco-Welterbes, Erholung, das Wohnen in Lübeck an sich.

"Das ISEK wird einen Rahmen darstellen, was wie gemacht werden kann", ergänzt Boden. Es sei unmöglich, alle Vorschläge auf einmal zu bewerkstelligen. Das Konzept soll über Jahre helfen, Lübeck weiter zu entwickeln, Punkt für Punkt. "Auch

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