Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. Oktober 2008

Ein Topbeamter als Showmaster

Lübecker BUNT

Verschwendung von öffentlichem Geld in Lübeck: Der "Bund der Steuerzahler" hat der Hansestadt jetzt wieder einmal mit seinem "Schwarzbuch" kräftig eingeschenkt: "Pleiten, Pech und Pannen" und krasse Fälle von Missmanagement seien typisch. "In Lübeck ist die Verwaltung seit Jahren schlecht organisiert", lässt sich der Steuerzahlerbund in den Zeitungen zitieren. Auch wenn wir uns wundern, dass unsere größten Millionengräber der Hafen und vor allem der Flughafen überhaupt nicht erwähnt werden (hier beweist der "Steuerzahlerbund" wirklich "Lange-Mut"!) - trifft die Kritik im Kern zu. Die Stadtverwaltung ist seit Jahren miserabel aufgestellt, schlecht organisiert, wird nicht geführt. Wer ist dafür verantwortlich? Herr Saxe hat die "Verwaltungsstrukturreform" bei Dienstantritt im Jahre 2000 abgebrochen. Er versteht sich nicht als Chef des "Konzerns Hansestadt", sondern vergnügt sich in der Rolle des Bürgermeisterdarstellers, des obersten "Moderators" der Hansestadt, der keinesfalls "operativ" tätig werden dürfe, wie von ihm zu hören ist. Wir lassen demnach zu, dass der bestbezahlte und mächtigste Beamte unserer Stadt nichts entscheidet, sich nicht als Krisenmanager, den wir dringend benötigen, begreift. Es ist für alle erkennbar, dass Herr Saxe kein Konzept hat. Angesichts der Finanzkrise fiel ihm nichts besseres ein, als seine Mitarbeiter zu verunsichern und ihnen über die Zeitung mitzuteilen, dass viele Stellen in der Verwaltung - nicht aber etwa seine - eingespart werden müssten. Auf diese Weise wird Lübeck nie aus den roten Zahlen und aus dem Schwarzbuch herauskommen.

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm, Autorin: Dr. Hildegund Stamm

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