Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. Oktober 2008

Neue Strom-Trasse für mehr Leistung

18,2 Kilometer lange Erdkabel-Leitung sichert Versorgung der Hansestadt

Auf 18,2 Kilometer wurde in den vergangenen 15 Monaten kräftig gebaut: Vom Umspannwerk der E.on in Stockelsdorf zu einer neuen Schaltanlage in Rothebeck und weiter nach Strecknitz verläuft die 110.000 Volt-Trasse der Stadtwerke Lübeck, die vorige Woche gebührlich eingeweiht wurde. "Das Projekt war technisch und planerisch eine Herausforderung", gibt Claus Möller, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, an. Die Trasse sollte umweltschonend gebaut werden - deshalb sei auch das Umweltamt in den Bau eingebunden gewesen. In sensiblen Bereichen wie dem Landschaftsschutzgebiet von Bornkamp über den Ringstettenhof hin zur Kronsforder Allee kam das Bohrspülverfahren zum Einsatz. Verlegt wurden zudem Erdkabel. Sie sind umweltschonender als eine Hochspannungsleitung. Insgesamt wurden 89 Kabeltrommeln gebraucht. Kostenpunkt der neuen Trasse: 11,1 Millionen Euro, 500.000 Euro weniger als geplant. Die Kapazität: 160 Megawatt, soviel wie ganz Lübeck momentan zu Höchstzeiten verbraucht. "Mit der Trasse ist gut in die Zukunft investiert worden. Sie schafft Voraussetzungen für mehr Lebensqualität und Arbeitsplätze in der Stadt", lobt Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU). So werde Lübeck-Süd noch weiterentwickelt und der Mehrbedarf an Strom durch Hochschulstadtteil und Uni gesichert. "Ich hoffe, dass die Leitung in den nächsten 15 bis 20 Jahren alles abdeckt was gefordert wird", so Halbedel weiter.

Einen Vorteil bringt die Trasse sowieso: Waren die Stadtwerke zuvor auf die Verteilung des Stromriesen E.on angewiesen, kann sich der Strom jetzt selbst vom Umspannwerk Stockelsdorf abgeholt werden. Ersparnis: rund 800.000 Euro. Diese fließen in die Unterhaltung und Ausbau der Anlage. msn

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de