Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. Oktober 2008

Kein lübscher Müll nach Ihlenberg

Die Linke

Die Linke ist irritiert über die Enthüllungen, dass der Lübecker Flughafen Sondermüll auf der umstrittenen Deponie Ihlenberg lagert. Wir schließen uns der Kritik der Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm an und verlangen Aufklärung von Bürgermeister Bernd Saxe, wer dieses Verfahren genehmigt hat. Wir weisen daraufhin, dass ein gültiger Beschluss der Lübecker Bürgerschaft besteht, keinen Müll an die Deponie zu liefern. Saxe ist in der Tat noch vor einigen Wochen landesweit mit der Forderung aufgetreten, die Deponie Ihlenberg wegen des nach unserer Ansicht erwiesenen erhöhten Krebsrisikos für deren Mitarbeiter sofort zu schließen. Wir hatten uns der Forderung angeschlossen und halten sie aufrecht. Es ist nicht abschließend erwiesen, dass die Versalzungen des Lübecker Grundwassers nicht auf die Belastung durch die Deponie zurückzuführen sind. Der Nachweis eines erhöhten Krebsrisikos für die Mitarbeiter allein, ist nach unserer Einschätzung skandalös und erfordert sofortiges Handeln und eine Schließung der Deponie. Wenn ausgerechnet die Stadt Lübeck die Deponie, die sie seit Jahrzehnten bekämpft, nun mit Sondermüll beliefert, macht sie sich mitschuldig und unglaubwürdig. Verwaltungschef Saxe verweist darauf, dass der Flughafen mehrheitlich dem neuseeländischen Betreiber Infratil gehöre und er nicht wisse, wo Bauschutt entsorgt werde. Diese Erklärung akzeptiert die Linke nicht. Wir werden eine Anfrage in der Bürgerschaft vorbringen und uns dafür einsetzen, das sich Lübeck weiterhin konsequent für die Schließung der Deponie Ihlenberg einsetzt.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen, Autor: Klaus Voigt

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