Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 04. November 2008

Ein Anziehungspunkt mehr für Lübeck

Nach nur dreizehn Monaten Bauzeit öffnete das Haerder-Center seine Türen

Am vorigen Donnerstagmorgen war es noch ruhig, doch ab Mittag stürmten Neugierige und Einkaufslustige das soeben eröffnete Haerder-Center. Jeder wollte sich ein Bild von dem nicht unumstrittenen, doch für Lübecks Strahlkraft wichtigen Einkaufspalastes machen. Auch das Wochenende - insbesondere den verkaufsoffenen Sonntag - nutzten Lübecker und Besucher, um das sechsgeschossige Bauwerk zu inspizieren.

Auf dem 4.400 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem das ursprüngliche Haerder-Kaufhaus 1856 entstand, erwuchs eine Bruttogeschossfläche von zirka 30.000 Quadratmeter in etwas über einem Jahr: Ende September 2007 war Grundsteinlegung. Rund 30.000 Kubikmeter Beton und 2.500 Tonnen Stahl wurden verbaut. 80 Millionen Euro kostete der Gebäudekomplex, der gerade in der kürzeren Vergangenheit einige Kritiker auf den Plan rief. "In eine historische Stadt gehört auch moderne Architektur", hält Joachim Tenkhoff, Geschäftsführer vom Investor Tenkhoff Properties, dagegen. "Die Lübecker wollen sicher kein reines Museum wie die Altstadt Venedigs, die nachts abgeschlossen wird. Lübeck soll leben!", so Tenkhoff weiter. Seine Firma identifiziere sich mit der Fassade, die vom Architekturbüro Auer+Weber+Assoziierte, Stuttgart, gestaltet wurde. "Es hat der beste Entwurf gewonnen".

Ein wichtiges Merkmal des neuen Haerder-Center sei das Licht und die Natürlichkeit. "Durch viele Fenster ist das Gebäude extra transparent. Das ist die moderne Art des Einkaufens".

Auf vier Verkaufsgeschossen mit einer Fläche von rund 10.500 Quadratmeter kann der Kunde von nah und fern momentan unter 29, bald unter 31 Geschäften wählen. In den zwei untersten Etagen sind 208 Parkplätze eingerichtet worden. Rund 300 Mitarbeiter sind im Center tätig.

"Lübeck ist in der Oberklasse der zentralen Städte angekommen", sagt Tenkhoff mit Blick auf die Zentralisationsziffer, die in den vergangenen Jahren kräftig zulegte und die Anziehungskraft einer Stadt für die umliegenden Städte und Gemeinden darstellt.

Fazit: Um einzukaufen, fahren viele Kunden in die Hansestadt. Und durch das Haerder-Center dürften es noch einige mehr sein.

Tenkhoff, dessen Schwiegermutter aus Lübeck stammt, übernahm nicht ohne Grund den altehrwürdigen Namen. "Sie sagte mir, der Name Haerder sei eine Institution in Lübeck". msn

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