Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 04. November 2008

Priwall nur sanft bebauen

Die Linke

Nachdem sich die DIE LINKE eingehend mit dem "Waterfront-Projekt" auf dem Priwall befasst hat, spricht sie sich für eine zurückhaltende Bebauung des Geländes aus, fordert den Erhalt des Naherholungsge bietes und des Campingplatzes und die Beteiligung der Anwohner an den Entscheidungen. Nachdem der Investor Sven Hollensen sein Waterfront-Projekt zur touristischen Erschließung des Priwalls bei der Fraktion vorgestellt hatte, unternahm die Partei nun eine Begehung des Geländes. Danach schätzt die LINKE das Projekt noch kritischer ein als zuvor. Den Verkauf des Filetgrundstückes für das Hotel für 5,5 Millionen Euro war unter Wert. Andere Investoren hatten hier einen achtstelligen Betrag geboten. Wir sind gegen die Absperrung einiger Straßen auf dem Priwall, gegen die Rodung des Waldes und gegen die Verlegung des Kanuvereins. Außerdem befürchten wir, das auf dem Gelände des ehemaligen U-Boot-Hafens Folgekosten für die Stadt entstehen. Nach der Begehung haben wir den Eindruck, dass der Priwall als Naherholungszentrum erhaltenswert ist. Wir treten wie die Bürgerinitiativen für eine behutsame Bebauung ein, die den einmaligen Charakter des Geländes nicht zerstört. Die jetzt angelaufenen Baumaßnahmen sind gerade noch vertretbar, um den Priwall als ökologisches Erholungsgebiet zu erhalten. DIE LINKE wird weitergehenden Bauplänen nicht zustimmen. Außerdem setzt sich die Fraktion für den Erhalt einer Campingplatzflüche auf dem Priwall ein und verlangt von Stadt und Investor, die direkt betroffenen Anwohner, an den Entscheidungen zu beteiligen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen, Autorin: Petra Radzuweit

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