Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 18. November 2008

Nördliche Wallhalbinsel noch planlos

Lübeck oder Hamburg - wer wird das Stadtbild prägen?

Es war eine schwierige Aufgabe, eine lange Nacht und eine untypische Entscheidung. Darin stimmen Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden, Investor Fridbert Fridbertsson und Bürgermeister Bernd Saxe überein. Doch eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.

14 zum Teil internationale Teams aus Architekten und Stadtplanern hatten sich an dem Wettbewerb zur Neugestaltung der nördlichen Wallhalbinsel beteiligt und machten es dem Preisgericht, bestehend aus Investoren, Mitgliedern des Gestaltungsbeirates, Vertretern aus Politik und Verwaltung schwer, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende gab es zwei "Sieger": Die Architekten Brodersen und Gebauer (Lübeck) und die LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff und Winkler aus Hamburg.

"Wir sehen in beiden Arbeiten große Qualitäten, aber auch offene Fragen", erklärt Boden die Entscheidung. Beide Büros haben nun die Chance, ihre Entwürfe zu überarbeiten und die Fragen des Preisgerichtes zu beantworten. Vier Wochen bleiben dafür, denn noch vor Weihnachten wolle man sich erneut zusammensetzen, die Überarbeitungen diskutieren und sich endgültig festlegen. Viel Verantwortung lastet dabei auf den Schultern der Jury. Beide Vorschläge unterscheiden sich wesentlich - der Siegerentwurf wird grundlegend das Stadtbild prägen. "Es ist eines der größten Projekte Lübecks, aber das mit der größten Diffizilität. Es ist ein Projekt, auf das ganz Lübeck schaut", so Boden.

"Ich bin zuversichtlich, die richtige Auswahl getroffen zu haben", erklärte Fridbert Fridbertsson. Die Chancen stünden 50/50. Vielleicht könne man ja eine gemeinsame Lösung finden, "aber offensichtlich weiß der Norden, was man hier braucht. Beide Vorschläge sind in norddeutschen Büros entstanden, die Herkunft wurde erst nach der Preisvergabe verraten." fem

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