Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Dezember 2008

Wiederwahl der Kultursenatorin

Annette Borns nach klarem Votum der Bürgerschaft erleichert und froh

Die Nervosität war Annette Borns (SPD) deutlich anzumerken und sie gab sie auch offen zu: "Sie sehen, ich bin nervös. Heute weiß ich, wie sich Heimspiele anfühlen und warum sie so schwierig sind", sagte Borns zu den 60 Bürgerschaftsmitgliedern, die am Donnerstag über den Posten der Kultursenatorin zu entscheiden hatten. Borns und ihrer Gegenkandidatin, der Hamburgerin Marianne Frühauf, gab die Bürgerschaft je eine Viertelstunde Gelegenheit, sich vorzustellen und ihre Beweggründe für die Bewerbung kundzutun.

"Ich habe meine Aufgaben kreativ und mit Leidenschaft erfüllt", so Borns. Sie verwies auf ihre Errungenschaften im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik, dem Ausbau der Kindertagesbetreuung, der Schulentwicklungsplanung, der Neuaufstellung des Theaters, die bessere Wirtschaftlichkeit der Musik- und Kongresshalle. "Trotzdem bin ich nicht nur eine Schönwetterseglerin, ich kann auch bei härteren Bedingungen die Segel lenken", stellt Borns mit Blick auf den Personalabbau und der schwierigen Finanzlage der Hansestadt klar. "Ich resigniere nicht", so die im Amt bestätigte Senatorin.

Annette Borns setzte sich gegen Frühauf in geheimer Wahl mit 34 zu 18 Stimmen durch. Acht Bürgerschaftsmitglieder enthielten sich ihrer Stimme. Marianne Frühauf, derzeit Stadträtin in Cuxhafen, wurde von CDU als künftige Kultursenatorin vorgeschlagen. Frühauf wirkte in ihrer Vorstellung nicht minder nervös, konnte aber eine beeindruckende Vita vorlegen. Die 50-Jährige studierte Kunstgeschichte und Archäologie, leitete Kulturprojekte, arbeitete in der praktischen Denkmalpflege, war Kulturdezernentin in Cuxhafen, pflegte dort den Dialog zwischen der Kultur und der Wirtschaft. Diese Kenntnisse wollte sie in ihrer Arbeit in Lübeck einbringen. Für den Posten der Kultursenatorin bewarb sie sich, "weil ich Lübeck seit Jahren bewundere, gerade um die wunderbare Kultur, dem Bürgersinn, dem Engagement der Stiftungen. Meine Qualifikationen passen sehr gut für die Arbeit der Senatorin".

Gefasst, wenngleich enttäuscht, nahm Frühauf das Wahlergebnis zur Kenntnis. Bei Annette Borns hingegen war die Freude groß. Sie wurde von Gratulanten umringt, mit Geschenken und Blumen überhäuft. msn

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