Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Dezember 2008

Linke fordert Rückkauf

Die Linke

Die Fraktion DIE LINKE in der Lübecker Bürgerschaft kritisiert das Defizit bei den Stadtwerken von zehn Millionen Euro und die Anfrage der Geschäftsführung nach städtischen Geldern. Das Unternehmen habe seit der Privatisierung im Jahr 2000 nur Verluste gemacht, das Angebot der Stadtwerke sei immer weiter herunter gefahren worden bei gleichzeitig ständig steigenden Fahrpreisen. Für DIE LINKE ist klar, einziger Ausweg aus der Krise des Unternehmens ist die Rekommunalisierung - der Rückkauf des Betriebes durch die Hansestadt Lübeck. Die Dauerkrise des ehemaligen städtischen Unternehmens beweist, dass die Privatisierung der Stadtwerke Lübeck in jeder Beziehung gescheitert ist. Der öffentliche Personennahverkehr ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsführsorge. Er gehört in öffentliche Hand. Soziale Unterschiede müssen berücksichtigt werden und ein angemessenes Angebot für jeden Bürger muss gewährleistet sein. Die acht Jahre zurückliegende Privatisierung des Betriebes hätte für die Lübecker Bevölkerung nur negative Auswirkungen gehabt. Was für eine Privatisierung ist das eigentlich? Die Gewinne sind privat, die Verluste nicht - das ist ungerecht und inkonsequent. Wenn das Unternehmen fortwährend unter Beweis stelle, dass es eben nicht als privater Betrieb funktioniert, sollte der Aufsichtsrat dies auch so sagen. Wenn die Kommune um einen Millionenbetrag gebeten wird, erwarte ich, dass sie auch Kontrollmöglichkeiten in dem betroffenen Unternehmen erhält. DIE LINKE wird noch für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche einen Dringlichkeitsantrag hierzu stellen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Autorin: Antje Jansen

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de