Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Dezember 2008

E-Government für Lübeck

BfL - Bürger für Lübeck

Die "BfL" fordern den Bürgermeister und die Verwaltung auf, endlich ein Konzept für umfassende elektronische Behördendienste insbesondere über das Internet zu entwickeln. Die Stadt ist gemäß der in 2006 verabschiedeten Dienstleistungsrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft ohnehin verpflichtet, das Thema "E-Government" auf die Tagesordnung zu setzen. Auf diesem Weg soll und kann die Verwaltung zum Beispiel bei Antrags- und Genehmigungsverfahren bürgerfreundlicher, leistungsfähiger, schneller und sparsamer werden. "E-Government" ist dabei nicht erreicht, wenn einige PDF-Formulare auf der städtischen Homepage zum Ausdruck zur Verfügung gestellt werden. Es geht vielmehr um die elektronische Abwicklung kompletter Verwaltungsprozesse des Dienstleisters Hansestadt Lübeck von der Antragstellung bis zur statistischen Auswertung. Aus den bereits existierenden "Webseiten zum Anschauen und Runterladen" müssen tatsächlich interaktive "Webseiten zum Erledigen" werden. Solche Behördengänge per Mausklick sind in Lübeck bislang noch nicht Realität. Es ist heute noch immer nicht möglich, ein Kfz-Kennzeichen komplett online zu bestellen und an die Haustür geliefert zu bekommen. Dank der EU-Dienstleistungsrichtlinie wird es aber zukünftig auch in Lübeck möglich sein müssen, zum Beispiel online einen VHS-Kurs zu buchen, ein Gewerbe anzumelden, öffentliche Aufträge zu vergeben, Kinder zum Kindergarten anzumelden, Auskunft aus der elektronischen Bauakte zu bekommen, Genehmigungen zu beantragen und zu erhalten und vieles mehr. Die Verwaltung muss jetzt aktiv werden.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

Autor: Matthias David Kramer

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