Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. Dezember 2008

Wissenschaftsmanager gesucht

Projekte aus "Stadt der Wissenschaft"-Bewerbung sollen umgesetzt werden

Nachdem die Hansestadt im Wettstreit um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2009" im Feb-

ruar "nur" den zweiten Platz erreichte (nach Oldenburg/

Niedersachsen), sollen jetzt trotzdem Projekte aus der Bewerbung auf den Weg gebracht werden.

Um diese Arbeit zu bewerkstelligen, wird ein Wissenschaftsmanager gesucht. "Ein dreiviertel Jahr ist seit dem Wettbewerb vergangen, ohne dass was getan wurde", bemängelt Rudolf Taurit, Koordinator der Bewerbung "Stadt der Wissenschaft". Für die Bewerbungen seien so viele Ideen und Konzepte zusammengetragen worden, die es auch ohne den Titel wert seien, umgesetzt zu werden. "Viele Projekte sind ohne große finanziellen Aufwendungen realisierbar, allerdings wird Man-Power benötigt". Eben dafür werde der Manager gesucht.

Die Finanzierung des Postens ist für drei Jahre sichergestellt. Die Kosten für die Stelle einschließlich der Büroinfrastruktur belaufen sich auf 405.000 Euro. Die Possehl-Stiftung übernimmt davon 195.000 Euro, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung 105.000 Euro, die Hansestadt 60.000 Euro, die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck 30.000 Euro sowie die Kaufmannschaft zu Lübeck 15.000 Euro.

Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) betont: "Der Anteil der Stadt verursacht für den Haushalt keine höheren Kosten - er wird an anderer Stelle eingespart".

Der Wissenschaftsmanager, oder auch -managerin, soll jedoch noch mehr, als nur Projekte anstoßen: "Lübeck soll bewerbungsfähig bleiben", sagt Saxe mit Blick auf eine eventuelle nochmalige Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft". Die Chancen stehen gut - gab die Jury Lübeck als zweitplatzierter Stadt noch den Tipp, einige Dinge an der Bewerbung zu verbessern.

Ein weiterer Vorteil wird in der wirtschaftlichen Signalwirkung gesehen: "Eine Stadt der Wissenschaft zieht Firmenneuansiedlungen an", sagt Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der IHK.

Von dem Wissenschaftsmanager erwarten die Verantwortlichen eine qualifizierte Ausbildung, Kreativität, Eigeninitiative, organisatorisches Geschick und Aufgeschlossenheit. msn

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