Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. Dezember 2008

"Stunde der Begegnung" im Stadttheater

170 Gäste kommen auf Einladung Schopenhauers ins Gespräch

_ Rund 170 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Sport folgten Gabriele Schopenhauers Einladung - knapp vier mal so viel waren geladen. Die Stunde der Begegnung 2008 bot beste Gelegenheit, abseits vom Tagesgeschäft zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen. Eingestimmt durch "Ich lade mir gern Gäste ein" aus der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß, zu Gehör gebracht von Mezzosopranistin Wioletta Hebrowska und Studienleiterin Alice Predescu am Flügel, begrüßte der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwandt die Gäste in "seinem" Haus. Am 1. Oktober diesen Jahres feierte der Bau in der Beckergrube seinen 100. Geburtstag - Anlass genug, die renommierte Veranstaltung des Büros der Bürgerschaft zum zweiten Mal in deren Geschichte im Stadttheater stattfinden zu lassen. "Die Beziehung zwischen Theater und Stadt ist in den letzten Jahren um einiges intensiver geworden", so Schwandt, der "ausnahmsweise einmal Amüsement zu Tisch und nicht auf der Bühne" wünschte.

Lübecks Stadtpräsidentin

Gabriele Schopenhauer freute sich, "in dem beeindruckenden und festlichen Ambiente feiern zu dürfen". Das Ziel, außerhalb der Bürgerschaft in einen regen Gedankenaustausch zu kommen, könne durch die große Zahl außerpolitischer Gäste gut realisiert werden. "Wir sind eine richtig gut gemischte Gruppe mit Gästen aus nah und fern", freute sich Schopenhauer beim Blick in die Runde. Die alljährliche Stunde der Begegnung stoße auf große Akzeptanz und habe sich in den letzten Jahren zu einem wahren Kommunikationszentrum entwickelt.

Knapp einen Monat vor Ende des Jahres zog Lübecks Stadtpräsidentin ein Resümee, das nicht nur die außerpolitischen Gäste beeindruckte: "In den vergangenen Bürgerschaftssitzungen haben wir 613 Drucksachen und zusätzliche Protokollanträge beraten und entschieden. Dies nehme ein Ausmaß an Arbeitskraft und Arbeitszeit an, welches durchaus mit dem Aufwand der Schauspieler des Theaters vergleichbar sei", stellte Schopenhauer den Bezug zu Schwandts Rede her. Man müsse sich bewusst sein, dass ehrenamtliches politisches Engagement zu ehren ist - als geschenkte Zeit für die Bürger der Hansestadt. "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt", appellierte Schopenhauer mit den Worten Mahatma Gandhis an die Gäste.

Bevor mit einem beeindruckenden "Bravo, signor padrone" aus Mozarts "Die Hochzeit des Figaro", gesungen von Bariton Antonio Yang, die Ansprachen endeten, präsentierte sich Fregattenkapitän Martin Wilhelm der Patenstadt seines Schiffes, nahm die Weihnachtspräsente für seine Besatzung entgegen und spendete der Leithoff-Schule Fahrradhelme. Fem

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