Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. Dezember 2008

Die GRÜNEN und die Kultursenatorin

Bündnis 90 / Die Grünen

Die Bürgerschaft hat mit den Stimmen der GRÜNEN Frau Borns zur Kultursenatorin gewählt. Anhörungen und eine kritische Bilanz der bisherigen Leistungen gingen voraus. Die SPD-Politikerin hatte 2003 ein schwieriges Amt übernommen, wichtige Aufgaben (Schulgebäudesanierung, Jugend-hilfe-Struktur, Kulturmarketing, Museumsentwick- lung, Defizite von MuK und Theater etc.) waren jahrelang verschoben worden. Im Juni 2003 war eine Defizit-Altlast von 2,9 Mio. Euro im Personalbereich zu ordnen. Damit war bei rasant wachsendem Haushaltsdefizit und einer CDU-Mehrheit der Handlungsrahmen weitgehend vorgegeben. Es kam zu einer Reihe von unnötigen und uner- freulichen Auseinandersetzungen mit MitarbeiterInnen und Fachbereichen, einer problematischen Muse- umsplanung, Fehlplanungen im Kita-Bereich und der Schließung von Jugend-Angeboten, Völkerkunde-Sammlung und Kommunalem Kino. Erfolge kann Frau Borns vorweisen bei der Schulentwicklung, die sie mit Unterstützung von GRÜNEN und SPD gegen eine rückständige CDU vorantrieb, bei der Sportstättenplanung, sowie bei der Reform der Strukturen und Budgets von MuK, Stadttheater und Kulturmarketing. Der Prozess "Aufwachsen in Lübeck" soll zu angemessenen Strukturen der Kinder- und Jugendlichen-Förderung führen. Auf Druck der GRÜNEN wird die Förderung von unabhängigen Kultureinrichtungen, Koki und Völkerkunde-Museum wieder ernsthaft diskutiert. Wir GRÜNEN werden die eingeschlagenen Wege kritisch prüfen und erwarten von der Senatorin konstruktive Kommunikation mit MitarbeiterInnen, Beteiligten und Politik.

V.i.S.d.P.: Bernd Möller

Autor: Bernd Möller

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