Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 09. Dezember 2008

Entschuldigung

Die Linke

Im Jahre 2004 habe ich, wie sie alle in der Zeitung gelesen haben, an einer Veranstaltung teilgenommen, über die in missverständlicher Weise berichtet wurde. Für mich und die anderen Teilnehmer war die Veranstaltung eine satirische Persiflage. Auf der nichtöffentlichen privaten Feier, und ich möchte betonen, dies war keine Parteiveranstaltung der damaligen PDS, wurde das sowjetische System lächerlich gemacht. Als schon damals politisch wirkender Mensch hätte mir klar sein müssen, dass durch so einen Abend ein falscher Eindruck entstehen kann. Die Teilnahme an der obskuren Veranstaltung war falsch. Dafür, dass ich die Gefühle von Opfern des Stalinismus und deren Angehörige verletzt habe, entschuldige ich mich ausdrücklich. Ich entschuldige mich auch bei den Lübeckerinnen und Lübeckern, da diese Geschichte bundesweit durch die Medien geisterte und dem Ansehen unserer Stadt nicht dienlich war. Ich möchte noch einmal wiederholen. Auf der Veranstaltung wurde das stalinistische System lächerlich gemacht. Und es handelte sich nicht um eine Parteiveranstaltung. Mein Ansinnen ist es, mich für das Wohl dieser Stadt einzusetzen. Mein Ansinnen ist es, die Demokratie zu stärken und auszubauen. Ich habe mich zu jeder Zeit meines Lebens gegen Diktaturen und Autokratien gewandt und wer mich kennt, weiß, dass ich eher Probleme mit der Anerkennung von Autoritäten hatte. Bei allen Parteien, von der CDU bis zur LINKEN, gibt es unterschiedliche politische Auffassungen und Konzepte. Darüber sollten wir streiten und nicht über persönliche Vorwürfe, die gegen Einzelne ausgesprochen werden.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Autor: Ragnar Lüttke

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