Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 16. Dezember 2008

Wenn Schüler Politik machen

60 junge Leute der Schlözer-Schule spielten Bürgerschaftssitzung nach

Rund 60 angehende sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten der Dorothea-Schlözer-Schule durften vergangenen Montag Politik "spielen": Im Rahmen des Planspiels Kommunalpolitik "Ohne Jugend ist kein Staat zu machen" der Friedrich-Ebert-Stiftung hielten sie im Bürgerschaftssaal eine Gemeindevertretersitzung ab. Vorangegangen war ein Besuch der "echten" Bürgerschaftssitzung am 27. November und ein Treffen mit Lübecker Fraktionsmitgliedern, um Anfragen und Anträge zu erarbeiten und sich auf die Sitzung vorzubereiten.

"So kann den Jugendlichen Politik begreifbar und nachvollziehbar gemacht werden", erklärt Heiner Ahnemann, Lehrer an der Schlözer-Schule. Das Projekt werde sehr gut angenommen. "Ich habe den Eindruck, dass die Schüler das Thema Politik nach anfänglicher Fremdheit verstanden haben".

Für Frederik Werner, Referent der Ebert-Stiftung, ist es wichtig, dass Schüler die Diskussionskultur kennenlernen und "sich mal trauen, auch Gegenzureden und sich so eine Meinung bilden". Schön sei der große Frauenanteil des Projektes in Lübeck. "Was wohl an der sozialpädagogischen Ausrichtung liegt", lacht Werner.

Auch wenn die Politiker an diesem Montag nicht echt waren - Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Bernd Saxe (beide SPD) waren es. Die Stadtpräsidentin leitete die Sitzung und rief die Redner auf, Saxe antwortete auf eine Reihe von Anfragen. Die Fragen hatten es teilweise in sich. So wollten die Grünen wissen, warum beim Stadtverkehr oft Busse ausfallen und ob der Fahrpreis nicht gesenkt werden könne. "Busse fallen aus Personalmangel aus, aber dann werden Springer eingesetzt", war die Antwort des Bürgermeisters. Die Fahrpreise könnten nicht gesenkt werden, da die Benzinkosten und Steuern auf den

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