Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 16. Dezember 2008

Neues Buch über Lübecks Altstadt

"Spagat für Fachleute und interessierte Laien"

In der vergangenen Woche wurde dem Lübecker Publikum ein neues Buch über Lübeck und die hanseatische Altstadt vorgestellt. "Passend, so kurz vor Weihnachten", freute sich Bürgermeister Bernd Saxe, der gleich ins Marketing einstieg: "Es fehlen dem einen oder anderen sicher noch ein paar Geschenke."

"Die noch in den 1960er Jahren kaum für möglich gehaltene Wandlung eines im Verfall befindlichen Stadtdenkmals in eine UNESCO-Welterbestadt ist in großen Teilen geglückt. Nach 40 Jahren Sanierung präsentiert sich die Lübecker Altstadt heute als ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Stadtbaukunst von beeindruckender Schönheit und Vitalität.

Erstmals wird der Prozess der Lübecker Altstadtsanierung, deren Ausgangslage, Ziele, Konzepte und Strategien, die gesellschaftlichen Diskussionen und politischen Hintergründe, die Ergebnisse und die Perspektiven des Sanierungsgeschehens zusammenfassend beschrieben und anhand zahlreicher, bislang nicht veröffentlichter Pläne und Abbildungen dargestellt. Das Buch ist eine erste Zwischenbilanz von vier Jahrzehnten Lübecker Altstadtsanierung, geschrieben von Akteuren und Zeitzeugen, ergänzt durch Berichte über "Menschen und Häuser" sowie durch zwei Essays, "in denen die Altstadt von innen und außen betrachtet wird", so der Wachholtz-Verlag.

Rückblickend freut sich Saxe über die Entwicklung Lübecks, die das Buch gut herausarbeite: Ließ man früher die alte Fassade stehen und setzte dahinter Moisling, so saniere man jetzt die komplette Bausubstanz. Damals, als das anfing, rechnete man sicher noch nicht mit 15 Millionen Gästen jährlich. Ulrich Lorenz, Staatssekretär im Innenministerium Schleswig-Holsteins, freute sich über die Erscheinung des Buches. "Diese Lücke im Bücherregal der Lübeckfans wird endlich geschlossen." Man könne damit verdeutlichen, dass die Innenstadt Lübecks nicht nur ein Freilichtmuseum, sondern auch Lebensraum sei.

"Dieses Werk wird nicht nur die Bewohner Lübecks begeistern, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt werden", so Gabriele Wachholtz vom gleichnamigen Verlag. fem

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