Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. Dezember 2008

Fest-Bräuche der Stadtspitze

Familientraditionen werden zu Weihnachten nach wie vor gepflegt

Weihnachten steht vor der Tür, noch einmal schlafen und dann ist es soweit. Weihnachten ist eines der Feste mit den meisten Traditionen. Ein Fest, an dem jede Familie ihre eigenen Bräuche pflegt. Die Lübecker Stadtzeitung fragte nach, wie denn die Lübecker Stadtspitze Weihnachten feiert:

Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) geht noch immer Weihnachten in die Kirche. Am 24. werde gemeinsam der Baum geschmückt - so, wie es schon in ihrer Kindheit Sitte war. Am Festtag gäbe es Karpfen, am ersten Weihnachtstag käme dann die gefüllte Gans mit Rot- und Grünkohl auf den Tisch. "Ich erinnere mich daran, dass wir in meiner Kindheit oft an Weihnachten ins Theater gegangen sind", so die Stadtpräsidentin. Weihnachten sei für Sie die Zeit der Besinnung, des Rückblicks und des Innehaltens. Und was darf auf dem Wunschzettel von Schopenhauers auf keinen Fall fehlen? "Dass man auch in all dem Trubel noch zuhört."

Wolfgang Halbedel (CDU) erinnert sich an seine Kindheit: "Es gab weiße Weihnachten, einen Tannenbaum mit Wachskerzen und echte Freude über die Geschenke." Auch der Senator für Wirtschaft und Soziales findet Weihnachtstraditionen wichtig. "Wir verbringen Heilig Abend im Familienkreis, mit Bescherung unterm Weihnachtsbaum, Kartoffelsalat und Würstchen." Am ersten Weihnachtsfeiertag gäbe es dann Gänsebraten, den zweiten Weihnachtstag verbringe man gemütlich zu Haus. Weihnachten sei für ihn ein Fest, dass zur Besinnlichkeit und zum Nachdenken anregt.

Und natürlich ein Fest, das Wünsche erfüllt. "Auf meinem Wunschzettel darf neueste Technik nicht fehlen. In diesem Jahr ist es ein DVD-Video-Recorder."

Annette Borns (SPD): "Ich erinnere mich an lange Gedichte, die ich mit meiner Schwester vor dem Weihnachtsbaum aufsagte. An eine Klingel, die uns ins Weihnachstzimmer rief und daran, dass nur jeweils ein Wunsch vom langen Wunschzettel in Erfüllung ging", so die Kultursenatorin. Heute sei Weihnachten jedesmal anders, denn die Familie lebe weit verstreut. Traditionen gäbe es keine, außer dass man sich gegenseitig etwas schenke und auf die individuelle Auswahl der Geschenke viel Wert lege, weniger auf den materiellen Wert. "Weihnachten bedeutet für mich Erholung und Zeit für Gespräche und gutes Essen", so Borns, die sich mit zunehmendem Alter und besonders in diesem Jahr nur Gesundheit wünscht.

Franz-Peter Boden (SPD), Bausenator: "Am Tag vor Heilig Abend haben meine Eltern einen Teil des Wohnzimmers mit einem Vorhang abgehängt. Hinter diesem Vorhang befanden sich dann der Weihnachtsbaum und die Geschenke. Dieser Vorhang erhöhte bei uns Kindern die weihnachtliche Spannung umso mehr." Zur Weihnachtstradition gehöre, dass der Weihnachtsbaum auch heute noch mit echten Kerzen bestückt wird und der Besuch des Weihnachtsgottesdienstes. "Das Weihnachtsfest ist für uns ein besinnliches, aber auch fröhliches Familienfest abseits der Hektik des sonstigen Alltages und auf meinem Wunschzettel dürfen Aachener-Printen nicht fehlen." fem

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de