Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 23. Dezember 2008

Verkehrsberuhigung der Friedensstraße

"Schleichweg" zwischen Innenstadt und Lohmühle wird nach den Ferien gesperrt

Zwei Jahrzehnte war die Friedenstraße die kürzeste Strecke von der Altstadt zum Lohmühlenteller sowie der A1-Autobahnzufahrt und zurück. Das soll sich jetzt ändern. Die vielbefahrene Straße mitten im Wohngebiet wird zum 8. Januar für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. "Damit lösen wir ein Versprechen an die Anwohner ein", sagte Bausenator Franz-Peter Boden anlässlich der Vorstellung der neuen Straßen-Regelung. Bisher nutzten rund 14.000 Fahrzeuge täglich die Friedenstraße. Hintergrund ist die Fertigstellung der Nordtangente. Sie entstand, um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten. "Wenn wir außen bauen und innen nichts verändern, hilft es nicht. Wir müssen an der richtigen Schraube drehen", erklärt Boden. Die Nordtangente sei auf 40.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt, momentan nutzten 26.000 Fahrer die neue Kreuzung. Die Verkehrsplanung rechnet nach der Schließung der Friedenstraße mit 30.000 Autos, die die Nordtangente befahren.

Mit der Sperrung verbunden sind Umbaumaßnahmen. In der ersten Stufe wird der Durchgangsverkehr von der Marienbrücke in die Friedenstraße und andersherum mit Beschilderungen, Barken und Markierungen unterbunden. Dann geht es von der Friedenstraße stadteinwärts nur noch rechts ab in die Schwartauer Allee, Richtung Fackenburger Allee. Von der Marienbrücke können Autofahrer jeweils rechts und links in die Schwartauer Allee abbiegen - doch nicht mehr geradeaus direkt in die Friedenstraße. Die Ausnahme bilden Fahrradfahrer - sie dürfen nach wie auf direktem Wege geradeaus in beide Straßen.

In Phase zwei (bis April 2009) werden Bordsteine, Gehwege und die Ampelanlagen der neuen Situation angepasst. Dafür wendet die Hansestadt rund 75.000 Euro auf. Die dritte Stufe beinhaltet den Umbau des ehemaligen Kreuzungsbereiches: den Rückbau der Einmündung Friedenstraße in die Schwartauer Allee und den Ausbau von Fuß- und Radwegen. Kosten: Rund 120.000 Euro. Aus dem angeschrägten Grundstück, auf dem sich zurzeit ein Parkett-Studio befindet, soll ein Baugrundstück werden, das verkauft wird. Das ursprüngliche Haus wurde nach einem Kriegsschaden nicht in seiner alten Form wieder aufgebaut, der fehlende Teil war jahrzehntelang Straßen-Einmündung. "Der alten Bebauung gerecht soll ein Eckhaus entstehen", so Helmut Schünemann, Abteilungsleiter der Verkehsplanung. Durch den Verkauf soll ein Teil der Umbaukosten abgedeckt werden. Schünemann rechnet bis 2010 mit dem Abschluss aller Arbeiten.

Auf weitere Wohnumfeldverbesserungen können sich die rund 500 Anwohner der Friedenstraße freuen: Der Brolingplatz soll neugestaltet und frisches Grün in Form von neu gepflanzten Bäumen in die Straße gebracht werden. msn

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