Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 13. Januar 2009

Schlechter Service

Die Linke

Der Stadtverkehr Lübeck gibt ein trauriges Bild ab. Seit der Privatisierung im Jahr 2000 sind nur Verluste eingefahren worden. Die Fahrpreise sind rasant gestiegen und das Angebot und der Service sind gleichzeitig immer schlechter geworden. Schüler und Berufstätige klagen über ein immer schlechteres Angebot. Die Busse sind überfüllt, kommen seltener und einige Bushaltestellen wurden abgeschafft. Die Angestellten der Stadtwerke haben im Jahr 2000 ihre soziale Sicherheit verloren und das Unternehmen benötigt nach der Privatisierung mehr städtisches Geld als vorher. Die Stadt hat ihr Unternehmen verkauft und ihren Einfluß aufgegeben, um den Haushalt langfristig zu entlasten, hieß es. Seitdem belastet das Unternehmen die Stadtkassse mehr als vorher und die Stadt hat in dem Unternehmen nichts mehr zu sagen. Der Vorgang Stadtwerke-Privatisierung-Lübeck ist ein Lehrstück geworden und beweist das Privatisierungen von Bereichen der Daseinsfürsorge nicht profitabel sein können. Der Private wird immer seinen Profit vor den öffentlichen Auftrag stellen. Die Verlus-te bleiben bei den Kommunen, die Gewinne wandern zu den Privaten. Die Stadtwerke-Privatisierung war ein schwerer Fehler. Es kann doch nicht sein, dass ein Aufsichtsrat einerseits die Geschäfte allein führen will und dann, wenn Verluste entstehen, wieder zur Stadt rennt. Wenn die Kommune um einen Millionenbetrag gebeten wird, erwarten wir, dass sie Kontrollmöglichkeiten erhält. Wir werden uns weiterhin für einen Rückkauf der ehemaligen städtischen Unternehmen in Lübeck einsetzen und keine weiteren Privatisierungen zu lassen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Autor: Ragnar Lüttke

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