Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 20. Januar 2009

Travemünder Woche: Streit beigelegt

Macher und Stadt erwarten im Sommer die größte TW aller Zeiten

n Lübecks schönste Tochter, Travemünde, erwartet im Sommer ein Spektakel der Extra-Klasse: die 120. Travemünder Woche. Sie wird von zehn auf 17 Tage verlängert (17. Juli bis 2. August), wie Rolf Erwert, Vorsitzender des Lübecker Yacht-Clubs e. V. (LYC) informiert. Grund der Verlängerung sind die Deutschen Jugend- und Jüngsten-Meisterschaften, die am 26. Juli mit einer Feier im Brügmanngarten beginnen.

Nach einem heftigen Streit zwischen den Machern der Travemünder Woche (TW) und der Stadt scheinen sich die Wogen nun geglättet zu haben. Streitgrund war ein Bericht des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) Ende vergangenen Jahres, in dem dem Führungs-Duo Karin Böge und Claus-Dieter Stolze unterstellt wurde, mit den Stadt-Zuschüssen verschwenderisch umgegangen zu sein. Beispiele dafür waren die Abschluss-Dankes-Party für die ehrenamtlichen Helfer der TW und die Übernachtungen im Columbia-Hotel, insbesondere die vom Führungs-Duo. Das war Böge und Stolze zuviel, beide traten zurück.

Die Vorhaltungen und die Konsequenz daraus stimmen Rolf Erwerts sauer: "Ich weiß aus eigener fünfjähriger Erfahrung als Leiter der TW, wie es ist, von morgens um 7.30 Uhr bis 23 oder 24 Uhr zu arbeiten und dann ins Bett zu fallen. Ich hatte das Glück, in Travemünde zu wohnen. Es ist unzumutbar, nach so einem langen Arbeitstag von den Leuten zu verlangen, dass sie noch nach Hause fahren". Besonders schade finde er, dass das Amt Schlussfolgerungen zog ohne die Hintergründe zu erforschen. Nur die nackte Abrechnung tätigte. Auch Bürgermeister Saxe sagt ganz klar: "Ich distanziere mich von den Anschuldigen des Rechnungsprüfungsamtes".

Dessen Aufgabe sei es zu prüfen, was mit städtischen Geldern passiert. Im Fall der TW sind das 32.000 Euro Zuschuss, etwa zehn Prozent vom benötigten Gesamtbudget der Veranstaltung. Die Travemünder Woche gliedert sich in zwei Teile: dem sportlichen und dem Landprogramm. Das Geld von der Stadt wird für den sportlichen Teil bereit gestellt. Das RPA sah die Abschluss-Party und die Übernachtungen als zweckentfremdet an.

"Doch davon kann keine Rede sein", so Saxe. Zugleich mokiert er, dass Berichte des Rechnungsprüfungsamtes vertraulich sind und nicht an die

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