Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. Januar 2009

CDU

CDU zum Hansemuseum:Zahlen abwarten!

CDU

Die am Sonntag vor 2 Wochen in den "Lübecker Nachrichten" geäußerte Kritik der Lübecker Grünen an den Planungen des Europäischen Hansemuseums kann die CDU nicht teilen. Das Hansemuseum wäre im Falle seiner erfolgreichen Finanzierung ein Meilenstein für die touristische und kulturelle Infrastruktur unserer Stadt. Falsch ist die Behauptung, das Hansemuseum wäre eine zusätzliche Einrichtung. Tatsächlich ist es eine Ausweitung des bereits bestehenden Kulturforums Burgkloster. Die CDU-Forderung, auch nach Einrichtung des Hansemuseums die archäologische, zeitgeschichtliche und künstlerische Ausstellungstätigkeit des Kulturforums zu sichern, ist übrigens von den Planern erfüllt worden. Der Stadt entstünden daher auch keine zusätzlichen Kosten für den Betrieb: lediglich die bisher gezahlten Beiträge für das Burgkloster sind eingeplant. Die nördliche Altstadthalbinsel kann durch das Projekt eine erhebliche städtebauliche Aufwertung erfah- ren. Das erfolgreiche Auswanderungshaus in Bremerhaven beweist, dass Museen mit Erlebniswelten große Ausstrahlung haben und sich selbst tragen können. Selbstverständlich ist sich auch die CDU der Projektkosten bewusst, aber wenn die Investitionssumme neben dem beispiellosen Engagement der Possehlstiftung durch weitere Fördergelder tatsächlich gedeckt werden kann und ein ordentlicher Businessplan sicherstellt, dass keine zusätzlichen laufenden Kosten anfallen, wäre eine Ablehnung aus Sicht der CDU unverständlich. Auf die Vorlage dieser Zahlen zu warten, ist deshalb auch das Mindestmaß an Fairness gegenüber den Planern und Investoren.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

Autor: Oliver Fraederich

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