Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. Januar 2009

BUNT

Im Würgegriff der Dinosaurier

Lübecker BUNT

Der Lübecker BUNT beteiligt sich nicht an Parteienschelte. Wir Bürger sind es müde, politische Arbeit als Inszenierung gegenseitiger Beschimpfung zu erleben. Wir wollen sachliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit allen. Würden sich alle daran halten, gäbe es weniger Politikverdrossenheit und eine stärkere Beteiligung der Bürger. Das Verschachern von lukrativen Posten finden wir fürchterlich und demokratieschädigend. Offenbar haben sich die beiden größten Parteien schon vor der Vorstellungsrunde der Bewerber im Rathaus heimlich darauf geeinigt, den glücklosen Bausenator Boden weiter im Amt zu halten. Eine bodenlose Dummheit! Zwar lassen die beiden Parteien ansonsten keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig der politischen Torheit und Unfähigkeit zu bezichtigen. Wenn es aber darum geht, sich Spitzenjobs zuzuschieben, dann haben wir ganz schnell wieder die große Koalition, die jahrelang die Hansestadt im Würgegriff hielt. Die beiden Dinosaurier-Parteien haben trotz ihrer herben Wahlschlappen im Mai 2008 noch immer nicht kapiert, dass ihr Verhalten die Bürger in Scharen davon treibt. Nicht zuletzt deshalb sind zwei Wählerinitiativen in die Bürgerschaft eingezogen. Wir hoffen jetzt, dass es bei der Senatorenwahl doch noch eine Koalition der Vernunft gibt und allein nach Fach- und Sachkunde entschieden wird, nicht aber nach Parteibuch. Denn die Senatoren haben steuerfinanzierte Spitzenjobs inne, die auf sechs Jahre befristet und hoch dotiert sind. Die Hansestadt nimmt schweren Schaden, wenn hier nicht nach Eignung sondern in lustiger Postenschacherei wie eh und je verfahren wird.

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

Autorin: Dr. Hildegund Stamm

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