Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 26. Januar 2010

Lübeck kämpft mit dem Winter

Behinderungen durch Eis und Schnee - Tipps von der Stadtreinigung

Der starke Schneefall und die anhaltenden frostigen Temperaturen sorgten und sorgen in der Hansestadt für vielfältige Schwierigkeiten. So gibt es Probleme bei der Müllabfuhr. Nicht alle Tonnen wurden geleert, da die Müllautos nicht alle Zuwege befahren konnten oder die Behälterinhalte festgefroren waren. "Probleme gibt es bei dieser Witterung auch in engen Nebenstraßen, die durch parkende Fahrzeuge das Durchfahren nicht möglich machen", erklärt Cornelia Tews von den Entsorgungsbetrieben Lübeck. Sie gibt EBL-Kunden den Tipp, in den Straßen, die witterungsbedingt nicht angefahren werden, stabile blaue oder schwarze Säcke (120 Liter) neben die Abfalltonne zu stellen. Der Sack werde bei der Abfuhr mitgenommen.

Doch nicht nur die Müllabfuhr hat zu kämpfen. Auch der Winterdienst der Stadtreinigung Lübeck (SRL) ist fast rund um die Uhr im Einsatz. Sie werden von Mitarbeitern aus den Bereichen Verkehr und Stadtgrün sowie von beauftragten Firmen unterstützt. Insgesamt seien 300 Mitarbeiter im Winterdiensteinsatz.

Je nach Witterungslage und Straßenverhältnissen werde der Winterdiensteinsatz ausgelöst - die Fahrzeuge stünden mit Auftausalz zum Einsatz bereit. Elf Streufahrzeuge der SRL sind dann im Stadtgebiet unterwegs und räumen und streuen zirka 260 Kilometer Straßen ab. Zwischen 4 und 6 Uhr beginnen die Mitarbeiter mit der Beräumung und Abstumpfung der 166 Kilometer Rad- und Gehwege, der 619 Haltestellen und 209 Busbuchten und 286 Unterstände sowie 21 Wendeschleifen. Probleme gebe es in der Stadt. Hier wurde der Schnee an den Straßenrand geschoben. "Es gibt keine andere Möglichkeit. Daher ist es besonders wichtig, dass die Anlieger, die ihre Geh- und Radwege räumen müssen, den Schnee nicht auf die Straße räumen. Wenn die Möglichkeit besteht, kann der Vorgarten oder Grünstreifen genutzt werden", sagt Tews weiter. Die Räumung und Abstumpfung der Gehwege obliege den Anwohnern und den Geschäftsinhabern, beispielsweise in der Innenstadt. "Die Stadtreinigung ist verpflichtet, die Fußgängerzone sowie die Straßen, bei denen Rad- und Gehwege verbunden sind, zu räumen und zu streuen", erklärt Cornelia Tews die Sachlage. Für die Befahrbarkeit der Straßen gebe es klare Regelungen auf Länderebene: Straßen, die "sowohl verkehrsbedeutend als auch gefährlich sind" haben oberste Priorität bei einer Räumung.

Zu schaffen macht Eis und Schnee auch den Senioren der Hansestadt. Karl-Theodor Junge, Vorsitzender des Seniorenbeirates, beschwert sich: "Viele Geh- und Radwege sind immer noch nicht geräumt. Im Gegenteil: die Schneeberge und Schneekanten zwischen Fahrbahn und Fußwegen werden immer höher und unpassierbarer". Auch an den Bushaltestellen würden nur kleine Flächen geräumt, sodass es beim Ein- und Aussteigen massive Probleme gebe. Dazu sagt Cornelia Tews: "An den Bushaltestellen wird die Fläche der Ein- und Ausstiege geräumt". Gerade bei großen Schneemengen würden sich sonst riesige Schneehaufen ergeben. Zum knapp bemessenen Streusalz dieser Tage sagt Tews: "Lieferungen sind bestellt und angekündigt. Die Streusalzhändler haben selbst große Probleme. Eine große Lieferung von 50 Tonnen haben wir vorige Woche erhalten". Die SRL-Sprecherin appelliert an das Verständnis, dass die Witterung Verzögerungen aller Art hervorrufe. Für Hinweise, wo Schwierigkeiten auftreten, sei sie dankbar.

Bürger können sich mit Fragen montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr an den Kundendienst der Stadtreinigung Lübeck (SRL) unter Telefon 0451/4077100 wenden. msn

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