Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Januar 2009

Friedensstraße endlich beruhigen

SPD

Der Vorstoß der FDP in der Bürgerschaft, die Verkehrsberuhigung der Friedenstraße auszusetzen, ist rückwärts gewandt. St. Lorenz braucht endlich eine städtebauliche Qualitätsoffensive. Ein Baustein ist dabei eine spürbare Entlastung dicht besiedelter Bereiche vom Durchgangsverkehr. Die Forderung, die Verkehrsberuhigung für die Friedenstraße vorläufig auszusetzen, lehnen wir ab, da die verkehrlichen Voraussetzungen zur Beruhigung geschaffen wurden: Mit der Inbetriebnahme der "Nordtangente" wurde nicht nur eine Brückenverbindung zwischen den Lübecker Stadteilen St. Gertrud und St. Lorenz geschaffen. Sie eröffnet auch die Chance, zusätzliche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in den nach geordneten Verkehrsstraßen zu realisieren. Die Verkehrsverdünnung in der Friedenstraße, die viele Jahrzehnte eine der Hauptzufahrtsstraßen zur Lübecker Altstadt war, ist fester Bestandteil der Empfehlungen des Lübecker Verkehrsentwicklungsplanes (HL 2000). Die Friedenstraße hatte bisher eine Verkehrsbelastung von etwa 14 000 Kraftfahrzeugen pro Tag, deutlich zuviel für eine reine Anwohnerstraße ohne nennenswertes Gewerbe. Deshalb wurde die Beruhigung der Straße auch in den Verkehrswegeplan aufgenommen. Er belegt die Plan- und Konzeptionslosigkeit der FDP-Fraktion in verkehrspolitischen Fragen. Die SPD ist hoch erfreut darüber, dass endlich Frieden in die Friedenstraße einkehrt, sie ihrem Namen nunmehr gerecht wird und die Anwohner zukünftig im Sommer bei offenen Fenstern schlafen können. Und die Anwohner in den Nachbarstraßen können sich sicher sein, bei Bedarf werden wir Maßnahmen durchsetzen.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

Autor: Jörg Hundertmark

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