Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Januar 2009

Ohne Gewalt gegen Neonazis

CDU

Auch in diesem März wird Lübeck voraussichtlich von einer rechtsradikalen Demonstration heimgesucht werden, die zum Ziel hat, öffentlich die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren. Lübeck steht für Weltoffenheit und Toleranz, unsere Stadt wendet sich daher entschieden gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Revanchismus. Aus diesem Grund wird auch in diesem Jahr die übergroße Mehrheit der Teilnehmer der neonazistischen Kundgebung nicht aus Lübeck stammen, sondern aus allen Teilen des Landes rekrutiert werden müssen. Die Lübeckerinnen und Lübecker haben sich dagegen auch in den letzten Jahren geschlossen für die offene Gesellschaft und gegen Fremdenhass positioniert. CDU und FDP haben zur nächsten Sitzung der Lübecker Bürgerschaft gemeinsam eine Resolution eingebracht, mit der auch unser Kommunalparlament eine eindeutige Stellungnahme für diese gemeinsamen Werte abgegeben soll. Uns ist es dabei besonders wichtig, dass auf Hass und Provokation nicht mit Gewalt geantwortet werden darf. Wir apellieren an alle Lübeckerinnen und Lübecker, friedlich und gewaltfrei für eine tolerante Gesellschaft zu demonstrieren. Gerade weil die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit Stolz für unsere freiheitliche, demokratische Verfassung einstehen, sehen wir es als eine Selbstverständlichkeit an, dass die Bewegung gegen Neonazismus nicht selbst mit verfassungsfeindlichen Kräften koaliert. Egal ob von Rechts- oder Linksaußen: Unrecht bleibt Unrecht und darf von keiner politischen Partei des demokratischen Spektrums toleriert werden. Lübeck lässt sich nicht provozieren.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

Autor: Andreas Zander

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