Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 03. Februar 2009

Plan B in der Tasche haben!

BfL - Bürger für Lübeck

Die BfL haben die Überlegungen des Flughafeninvestors Infratil über einen möglichen Ausstieg mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen. Dieses Hin und Her zum Thema Flughafen besorgt die BfL. Es steht zu befürchten, dass erst über die weitere Zukunft des Flughafens Lübeck nachgedacht wird, "wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist". Daher haben die BfL in der letzten Sitzung der Bürgerschaft mit einem Antrag auch den Bürgermeister gebeten, Alternativen zum präferierten "Plan A" - wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens durch einen leistungsfähigen Investor - schon vor einem endgültigen Scheitern des Flughafens Lübeck "in der Tasche" zu haben. Der "Plan B" - es gibt keinen Investor und auch das Land hilft nicht - muss somit sofort anwendbar sein, falls sich eine Fortführung des Betriebes der FLG nicht mehr als Option realisieren lässt. Nach wie vor stehen die BfL dazu, dass durch einen florierenden Flughafen die Wirtschaftskraft der Stadt gesteigert werden kann. Alternativszenarien müssen aber sein und insbesondere Kosten-Nutzen-Abwägungen beinhalten. Fragen wären hierbei z.B.: Welche Kosten und Lasten wären mit einem sofortigen oder einem Ausstieg Infratils im Oktober 2009 für die Stadt Lübeck verbunden, wenn sie als Betreiber fungieren müsste? Welche Kosten wären mit einer Umwandlung des Flughafens in einen Gewerbepark verbunden? Welche potentiellen Einnahmen sind je nach neuer Nutzungsmöglichkeit zu erwarten? Welche fielen weg? Politisches Handeln darf wirtschaftlich verantwortliches Denken für Lübeck nicht ersetzen. Dafür stehen wir "Bürger für Lübeck" ein.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

Autor: Lars Ulrich

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