Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 10. Februar 2009

Ein Friedhof, der viel zu erzählen hat

Broschüre "Friedhof Waldhusen - 100 Jahre von 1909-2009" herausgegeben

Zwei Veröffentlichungen über Lübecks Friedhöfe gibt es bereits ("Burgtor-Friedhof" und "100 Jahre Vorwerker Friedhof"), jetzt stellte Wilfried Fick, früherer Leiter des Bereiches Stadtgrün und Friedhöfe, die dritte vor: "Friedhof Waldhusen - 100 Jahre von 1909-2009".

Einst ein Dorffriedhof

Fick, der für die Broschüre recherchierte, die Texte schrieb und die Gesamtleitung innehatte, spannt einen Bogen vom ursprünglichen Dorffriedhof zur Großbegräbnisstätte. "Kücknitz war um die Jahrhundertwende ein Bauerndorf, die Toten wurden bis 1909 in Ratekau begraben", so der 67-Jährige. 1908 bekam Kücknitz eine eigene Kirchengemeinde, im Jahr darauf den Friedhof mit einer anfänglichen Größe von 1,1 Hektar. 1929 übernahm ihn die Stadt Lübeck; bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Bestattungen im provisorischen Holzhaus abgehalten. Im Jahr 1950 konnte die Kapelle 1 eingeweiht werden. Deren Bau war schwierig, waren Baumaterialen zu der Zeit sehr eng bemessen. Durch Mithilfe der Bürger, die Trümmer putzen, und dem Benefizspiel des TSV Kücknitz gegen den VfB Lübeck (Erlös 7001 Mark) konnte die Kapelle mit Leichenhalle errichtet werden. Die zweite Kapelle folgte im Jahr 1963, die fortschreitende Friedhofserweiterung hinter den Bahnschienen machte sie erforderlich. Heute hat der Friedhof Waldhusen, der vom Gartenkünstler Erwin Barth gestaltet wurde, eine Größe von rund 20 Hektar.

Einige Lübecker Persönlichkeiten sind auf dem Friedhof begraben, zum Beispiel Gutsbesitzer H. F. W. Eggers (1852-1910), der das Land für den südlichen Teil des Friedhofs schenkte.

Ebenso der Wahlkonsul der Republik Kamerun, Leonhard Ehrlich (1872-1975), der der Herausgeber der Zeitschrift "Frau im Spiegel" und der Tageszeitung "Lübecker Nachrichten" war sowie der Honorarkonsul von

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