Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 17. Februar 2009

Verwaltungsstrukturreform angehen

SPD

Die Haushaltsberatungen in den Fachausschüssen und den von der Bürgerschaft eingesetzten Unterausschüssen bestätigen die Größe der Herausforderung. Die Diskussion über eine aufgabengerechten Verwaltungsstruktur muss als ein stetiger Prozess geführt werden. Ein Herangehen nach dem Motto "das haben wir immer so gemacht", "das können wir nicht" oder "das wollen wir nicht", versteckt, ist falsch. Die Dringlichkeit einer neuen Reformdiskussion lässt sich beispielsweise an der umfangreichen Liste der Haushaltsausgabereste in der Hansestadt festmachen. Wenn im Vermögenshaushalt 2007 erhebliche Beträge auch aus Personalmangel nicht ausgegeben werden konnten und auf 2008 übertragen werden mussten, kann etwas nicht abgestimmt funktionieren. Wenn Aufträge nicht oder nur verspätet an die Bauwirtschaft erteilt werden können, Beschäftigung somit nicht gesichert oder geschaffen werden kann, weil Lübecker Senatoren als Überbringer hochkarätiger Grußworte eingesetzt werden, spätestens dann sollten wir beginnen über Neues nachzudenken. Die Verwaltung muss sich ständig den sich wandelnden Bedingungen anpassen. Sie muss vor allem Bürger nah funktionieren. Verwaltung muss schlagkräftiger, zeitgemäß effizient arbeiten. Doppelarbeit und mögliche Schwächen im Ablauf müssen durch eine Veränderung der bestehenden Strukturen überwunden werden. Und damit kein Missverständnis entsteht: Eine erfolgreiche Reform der Verwaltung gelingt erfahrungsgemäß nicht im fruchtlosen Gegeneinander und begleitet von gegenseitigen Vorwürfe, sondern nur wenn alle lösungsorientiert herangehen.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

Autor: Peter Reinhardt

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