Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 03. März 2009

Weitere Beschlüsse der Bürgerschaft

Entscheidungen zu Hansemuseum, Eselswiese und Powerboat-Rennen

Nach dem Verhandlungsmarathon um den Haushaltsplan der Hansestadt führte auch die Abstimmung über das Europäische Hansemuseum zu zähen Diskussionen. Die Linke forderte Bürgermeister Bernd Saxe auf, dem Hansemuseum und dem Germanistenkeller keine Gelder aus dem 150-Millionen-Programm zur "Förderung von Investitionen in nationalen Weltkulturerbestätten" zuzusprechen. Dazu Antje Jansen, Fraktionsvorsitzenden Die Linke: "Wir sind gegen die Einrichtung des Hansemuseums, weil die Kosten nicht vorherzusehen sind und die bestehenden Museen durch das neue Museum gefährdet werden." Auch der Germanistenkeller solle keine städtische Förderung bekommen. "Wir kaufen nicht die Katze im Sack." Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden schaltete sich ein und erklärte zum Germanistenkeller, dass dieser so oder so saniert werden müsse.

Eine Grundsanierung und eventuelle Förderung wären da natürlich wesentlich vorteilhafter. "Diese Chance sollte angenommen werden, so Boden."

Rentabilität des Museums?

Grünen-Fraktionschef Bernd Möller konnte dem Hansemuseum durchaus positive Aspekte abgewinnen. Er sei kein Gegner des Museums, aber in der jetzigen Haushaltsituation sei der Neubau eines Museums nur zu befürworten, wenn man eine Rentabilität nachweisen könne. Der Investor wolle aber öffentliche Mittel, "Erhaltungsmittel" missbrauchen. "Das sollte man nicht verachten." So wäre das Museum zwar schön, aber im Moment nicht tragbar. Man denke nur an die Aktion mit dem Herrentunnel. "Bei aller Sympathie für dieses Projekt: Nicht jedes Museum ist ein Selbstläufer."

Oliver Fraedrich (CDU) konterte: "Es ist kein neues Museum, sondern ein Ersatz für das Kulturforum Burgkloster." Fraedrich kritisierte Möller, es sei fahrlässig, "mit solchen Argumenten in die

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de