Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 03. März 2009

Jugendzentrum Röhre retten

Die Linke

Die Fraktion DIE LINKE in der Bürgerschaft setzt sich für den Weiterbetrieb des Jugendzentrums Röhre in der Lübecker Altstadt ein. Der Bürgermeister will den Standort schließen, um Geld zu sparen. Wir sind entsetzt. Seit Jahrzehnten ist das Kinder- und Jugendzentrum Röhre ein feste Institution in Lübeck - eine Schließung ist absurd und völlig unvertretbar. Der Bereich der Kinder- und Jugendarbeit hat in Lübeck in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Kürzungen hinnehmen müssen. Das Mädchenzentrum und die Werkstatt Leihcycle wurden geschlossen. Die Stadt kann es sich schlicht und einfach nicht erlauben, in diesem Bereich noch mehr zu sparen. Die Kommune hat eine sehr große Verantwortung für ihre Jugendlichen, die Perspektiven und Angebote brauchen, um sich in unserer Stadt offen und frei entwickeln zu können. Die vorgeschlagene so genannte Integrierung des Standortes Röhre in das Jugendzentrum Burgtor ist wohl ein Scherz. Beide Einrichtungen haben völlig verschiedene Ansätze. Im Burgtor gibt es kaum Erweiterungsmöglichkeiten. Das Zentrum am Burgtor ist keinesfalls in der Lage, eine Schließung der Röhre auch nur im Ansatz zu kompensieren. Die Argumentation des Bürgermeisters können wir überhaupt nicht nachvollziehen. Für DIE LINKE ist die Kinder- und Jugendarbeit ein Schwerpunkt. Die Kommune hat in dieser Frage die Pflicht der Daseinsfürsorge. Wir setzen uns dafür ein, dass in diesem Bereich mehr Geld in die Hand genommen wird. Wir fordern ein Konjunkturpaket für Schulen, Jugend und Theater und nicht nur für Flugplätze, private Müllfirmen und dänische Spekulanten.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen, Autor: Hans-Jürgen Martens

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