Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 10. März 2009

Traditionstheater in neuem Glanz

Eröffnung des Kolosseums nach der Sanierung ist am 26. April geplant

n Die letzte Bauphase ist eingeläutet: Am 26. April soll das Kolosseum in der Kronsforder Allee nach der umfangreichen Sanierung wieder eröffnen. Seit März vorigen Jahres sind die Handwerker eifrig im Traditionshaus damit beschäftigt, es auf Vordermann zu bringen.

"Ende März werden die Handwerker das Haus verlassen, dann folgen Dinge wie die TÜV-Abnahme", sagt Architekt Justus Deecke. Technisch gesehen ist das Kolosseum auf einem hohen Stand, auf die ausgezeichnete Akustik - die auch vorher schon ein Markenzeichen war - wurde besonderer Wert gelegt.

An eine etwas andere Optik müssen sich künftige Besucher gewöhnen. Statt dem kräftigen Rot, einem Relikt der 70-er Jahre, strahlt jetzt freundliches Pastellgelb von den Wänden. Die Bestuhlung wird in Blau gehalten, sodass der Konzertsaal insgesamt einen moderneren Touch bekommt, durch die vielen Verzierungen und Stuckelemente dennoch historisch bleibt. "Neu ist auch der Eingang, statt klein und dunkel wird er hell und licht und an der Stelle sein, wo früher der Frisörladen war", sagt Bauleiter und stellvertretender Direktor der Gemeinnützigen, Helmut Wischmeyer. Die ehemalige Garderobe weicht der Gastronomie, die Zwischendecken wurden herausgenommen und bieten jetzt einen weiten Blick. Von dem neu installierten Regieraum aus Glas können Filmvorführungen und auch die Beleuchtung gemanagt werden. Unter dem Bühnenboden finden sich "Verstecke" für zwei Klaviere, die dank moderner Technik auf die Bühne gehoben werden können. Für saubere Luft sorgt die neue Entlüftungsanlage und die gesteuerte Entrauchung.

Theatergäste wird es freuen, dass sie nicht mehr fast ebenerdig dem Geschehen auf der Bühne folgen müssen - die neue Steigung ist höher. Die Bestuhlung schrumpft von 640 auf 500 Stühle, somit erhält jeder Besucher etwas mehr Platz.

"Die Kosten sind leider etwas höher ausgefallen als erwartet", erklärt Wischmeyer. 2,1 Millionen Euro waren veranschlagt, die Sparkassenstiftung und Possehlstiftung gaben bereits je 700.000 Euro, ebenso die Gemeinnützige. Erstere sprang zudem für 120.000 Euro Mehrkosten, die sich zum Beispiel durch Schwammbefall ergaben, ein.

Interessierte Bürger, Vereine oder Institutionen, die Stuhlpaten (350 Euro je Stuhl) werden und somit "verewigt" werden möchten, können sich unter Telefon 0451/75454 oder info@die-gemeinnuetzige.de melden. msn

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