Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 17. März 2009

Der Brolingplatz muss weiter warten

FDP

Autor: Wolfgang Drozella

Seit vielen Jahren wird den Bürgerinnen und Bürgern, die rund um den Brolingplatz wohnen, vollmundig versprochen, dass der Brolingplatz endlich begrünt wird. Nachdem erst im vergangenen Jahr der Platz dennoch mit viel Geld nochmals kräftig asphaltiert worden war, hieß es nach den berechtigten Bürgerprotes-ten, dass es nun aber im Jahr 2009 endlich los gehen soll. Die ehemalige Volkspartei SPD legte sich plötzlich lautstark ins Zeug. Sie brachte in die Bürgerschaftssitzung vom 26. Februar 2009 unter Punkt 12.5., Drucksache 638, den Antrag ein, für 2009 einen Betrag von 60.000 Euro zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung der Stadtteilmitte in den Haushalt zu stellen.

Für 2010 sollten weitere 240.000 Euro und für 2011 nochmals 300.000 Euro genehmigt werden. Begeistert stimmte die FDP-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft dem Antrag zu. Aber die Ernüchterung kam unverzüglich. Im nächsten Schritt drückte die betreffende Partei einen neuen Finanz- und Personalausschuss durch.

Die bewilligten Haushaltsmittel bekamen damit einen Sperrvermerk. Erst der neue Ausschuss darf die Gelder freigeben. Bisher hatte Lübeck einen funktionierenden Hauptausschuss, der Derartiges regeln sollte. Nun haben wir noch einen Ausschuss mehr in Lübeck. Und der Bürokratismus klopft sich selbstgefällig auf die Schenkel. Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger nicht viel zu lachen. Die betroffenen Anwohner dürfen weiterhin auf dem Brolingplatz "schwarz sehen".

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

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