Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 24. März 2009

Prävention ist großes Thema

1100 Schüler informierten sich über vielfältige Beratungsmöglichkeiten

Prävention wird immer wichtiger. Das hat die Hansestadt Lübeck erkannt und bot bereits zum fünften Mal die Präventionswoche "fit for life" für Schülerinnen und Schüler achter und neunter Klassen an. Beratungsbedarf in diesem Alter gibt es in Lebensbereichen wie Liebe und Sexualtiät, Gewalt in der Gesellschaft und Familie, in Suchtfragen und der Ernährung. "Der Sinn der Veranstaltung ist, verschiedene Beratungsmöglichkeiten vorzustellen und die Hemmschwelle gegenüber Institutionen abzubauen", so Sozialsenator Wolfgang Halbedel (CDU). Gerade die jüngste Vergangenheit habe gezeigt, wie wichtig Informations- und Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche sind.

Insgesamt meldeten sich für die Präventionswoche 1.100 Schüler aus 51 Klassen an - erstmals auch vier Gymnasialklassen. "Probleme treten bei Grundschülern ebenso auf wie bei Gymnasiasten", erklärt Schulrat Eckhard Lück. Er wünscht sich, dass die Themen der Präventionswoche im Schulunterricht weiter behandelt werden, lobt gleichzeitig die gute Vernetzung der Beratungsstellen und die Kooperation von Lehrkräften und Einrichtungen.

Dr. Olaf Schoeniger-Peters vom Gesundheitsamt hat einen Traum, der noch weiter geht: "Es wäre super, wenn es eine Stelle in Lübeck gäbe, in der alle Infos gebündelt erhältlich sind und von der aus zu anderen Stellen vermittelt werden kann". Für das Thema Prävention wünscht er sich zudem einen dauerhaften Ansprechpartner.

Eine Rekordanmeldung verzeichnete die Präventionswoche bei der Zahl der Aussteller - genau 26. Erstmal konnten die Schüler an dem Workshop "Echt fair" - eine interaktive Ausstellung für Kinder und Jugendliche - teilnehmen. Hier soll den Schülern vermittelt werden, dass sie ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und auf die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit haben. Generell überzeugte die Woche durch praxisnahe Vermittlung und spielerisches Lernen. So konnten Schüler einen Alko-Test machen, am Gewaltbarometer Grenzen sexueller Belästigung sichtbar machen, am Fragespiel zu Liebe, Freundschaft, Sex und sexuelle Orientierungen teilnehmen. Beliebt war der "Ampelcheck", der Auskünfte über den Nährwert von Lebensmitteln gab - besonders über die von Jugendlichen gern gegessenen.

Schulen, die an einer Ausleihe der Ausstellung "Echt fair" interessiert sind, können sich bei Catharina Strutz-Hauch vom Netzwerk bei häuslicher Gewalt des Landes Schleswig-Holstein, Region Lübeck, unter Telefon 0451/75078 melden. msn

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