Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 24. März 2009

Schildas Millionengrab am Strand

Lübecker BUNT

Welche Baumaßnahmen brennen Ihnen, liebe Lübecker, auf den Nägeln? Was sollte die Hansestadt als erstes anpacken, wenn sie zu Geld käme? Auf diese Fragen hat jeder von Ihnen mindestens fünf bis fünfzig dringliche Straßenbaumaßnahmen im Kopf: Der Gehsteig vor Ihrem Haus, eine unzumutbare löchrige Straße in Ihrem Viertel, der nicht vorhandene oder unzumutbare Radweg in Ihrem Stadtteil usw. Die sogenannten Stadtväter haben jedoch ganz andere Prioritäten: In die 1,7 Kilometer lange Promenade am Ostseestrand wird jetzt als erstes investiert. Rund 7 Millionen kreditfinanzierte Euro werden benötigt, wenn die Bürgerschaft in dieser Woche tatsächlich für den Umbau stimmt. Der Lübecker BUNT hat sich frühzeitig gegen diesen Unsinn gewehrt und fordert alle Gemeindevertreter auf, diesem grotesken Vorhaben von Saxe, Halbedel und Co. entgegenzutreten. Auch wenn der größte Teil des Geldes aus dem Konjunkturprogramm II kommen soll: Es sind alles unsere Steuern! Wieso kann mit diesem Geld nicht beispielsweise ein durchgehender Radweg vom Hauptbahnhof bis zum Strand nach Travemünde als touris-tische Maßnahme finanziert werden? Weil es dazu bis jetzt keine Pläne in der Schublade der Verwaltung gibt und auch kein Bedarf in Kiel angemeldet wurde. Die Mehrzahl der Lübecker wäre überglücklich, wenn ihre Straße, der Gehsteig oder der Radweg, den sie jeden Tag benützen müssen, so gut erhalten wäre wie die Ostseepromenade, von der jetzt behauptet wird, sie müsse dringend erneuert werden. Aber das wäre zu logisch. Denn wir sind in Lübeck - dem wahren Schilda und der Schlaglochhauptstadt des Nordens!

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

Autor: Dr. Hildegund Stamm

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