Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 31. März 2009

"Der Kampf ums Paradies"

Teil1: Was verbinden die Lübecker mit Rio Reiser?

"Rio Reiser - Der Kampf ums Paradies" feiert am 22. Mai Premiere im Stadttheater. Die Geschichte der Rock-Band "Ton Steine Scherben" rund um Rio Reiser, geschrieben von Pit Holzwart und Renato Grüning, wird uns an dieser Stelle bis Ende Juni wöchentlich beschäftigen. Wir begleiten die Macher des Stückes und das Stück selbst, Darsteller, Musiker und andere Mitwirkende auf allen interessanten Stationen, die "Rio Reiser" auf dem Weg zur Bühne durchläuft. Exklusiv geben wir an dieser Stelle die Möglichkeit, vor, auf und hinter die Bühne zu schauen und so das Theater von einer anderen, intimen Seite kennenzulernen.

Zu Beginn eine Rundschau, was denn die Lübecker mit Rio Reiser verbinden: Natalia Kroll, 24, Studentin: "Ja, der Name sagt mir was. In der Schule haben wir über den Punk gesprochen und ein paar Lieder angehört. Später ist er ja richtig berühmt geworden, weil andere seine Lieder gesungen haben."

Jochen Trutzmann, 51, Bauschlosser: "Rio Reiser? Der war in den 70er und 80er Jahren doch so bekannt. Es gibt Filme über und mit ihm. Ich bin Tatort-Fan. Da hat er kurz vor seinem Tod noch eine Rolle gehabt. Meine Frau war damals auch auf Konzerten von ihm, weil es nicht so teuer war, wie die anderen Rockkonzerte."

Martina Jung, 45, Verkäuferin: "Nein. Der Name sagt mir nichts. Aber ich bin eh nicht so bewandert, wenn`s um Modernes geht. Fragen Sie mich lieber was zu meinem Garten."

Anna Brogge, 32, Versicherungsfachfrau: "Ja, mit Rio Reiser verbinde ich einiges. Meine Eltern sind begeistert von ihm. Hausbesetzer war er, Autodidakt und Vollblut-Rocker. Ziemlich links, aber nicht gut genug um damit das große Geld zu machen. Oder er war einfach kein guter Geschäftsmann. Ich selbst bin mit seinen Songs aufgewachsen. Sowohl die Soloalben, als auch die Cover von Echt. Schade, dass er so früh gestorben ist. Sonst hätte ich mir mit meinen Eltern noch ein Konzert von ihm angucken können."

Justus Gebhardt, 25, Student: "Ja, wir haben in Politik oft über Rio Reiser geredet. Er soll wohl ziemlich eng an der RAF drangewesen sein, nach der Wende in der PDS. Viele haben sich von den Scherben Lieder schreiben lassen, Hymnen und Wahlkampflieder daraus gemacht. Mir ist nur ein Lied von ihm richtig im Ohr geblieben: "König von Deutschland". Ansonsten habe ich nicht so viele Bezüge zu ihm, so jung wie ich bin."

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Stadtzeitung mehr über Rio Reiser und seinen Kampf ums Paradies. fem

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de