Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 31. März 2009

Demonstrations-Sonnabend blieb ruhig

Rund 1800 Polizeibeamte waren im Einsatz - Gewaltbereite Jugendliche

Am Sonnabend befand sich Lübeck im Ausnahmezustand. Die NPD hatte ihren so genannten Gedenkmarsch angemeldet, gegen den der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Lübeck, das Bündnis "Wir können sie stoppen" und die SPD-Kreisgruppe zu einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz aufriefen. Rund 1500 Menschen folgten diesem Aufruf und versammelten sich ab 10 Uhr. Zu den Demonstranten sprachen erstmals hochrangige Stadtvertreter: Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Bernd Saxe (beide SPD). Auch der Landes-Chef der SPD, Ralf Stegner, ließ es sich nicht nehmen, gegen rechtes Gedankengut einzutreten und dies öffentlich kundzutun.

Ab 12 Uhr versammelten sich rund 300 Neonazis auf der Rückseite des Bahnhofes vor der Bodelschwingh-Kirche. Abgeschirmt von der Polizei protestierten hier etwa 200 Leute des Bündnisses "Wir können sie stoppen" gegen den Aufmarsch der Rechten. Rund 1800 Polizeibeamte waren an diesem Tag im Einsatz, um Gewalt und Eskalationen - im Besonderen ein Zusammentreffen der Demonstranten - zu verhindern. Der Sonnabend verlief zumeist friedlich, allerdings konnten die Beamten eine hohe Gewaltbereitschaft bei jungen Menschen gegen unbeteiligte Personen, Polizisten und fremdes Eigentum feststellen. Insgesamt wurden 179 Personen festgenomen. msn

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de