Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 07. April 2009

SPD: Engagiert gegen Travemünde

CDU

Als die Bürgerschaft in ihrer letzten ordentlichen Sitzung den Bürgermeister beauftragen wollte, mögliche Liegeplätze für ein Hotelschiff in Travemünde zu sondieren, erklärte SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt seine Ablehnung mit der Aussage, er würde das Ostseebad "zu sehr lieben", um zuzustimmen. Vor dem Hintergrund der bisherigen sozialdemokratischen Anträge und Aktivitäten zu Lübecks schöner Tochter wünscht man seinem ärgsten Feind nicht die Liebe des Herrn Reinhardt: Da werden Investitionen verhindert, wichtige Infrastrukturmaßnahmen abgebrochen und über allem hängt das Damoklesschwert einer zukünftigen Fremdenverkehrsabgabe zur Schröpfung der Travemünder Unternehmen. So bestand der Auftakt der SPD-Tourismuspolitik gleich zu Beginn der Wahlperiode darin, die lange Jahre erhofften und endlich konkret gewordenen Pläne für ein öffentliches Schwimmbad in der Lübecker Bucht zu versenken. Das Powerboot-rennen wurde abgesagt, die SPD-Sportsenatorin schließt die Trave-Sauna ohne Rücksprache mit den von diesem Standort abhängigen Einzelhändlern und Gastronomen, eine "freiwiliige" Abgabe in Höhe einer halben Million Euro wird als "letzte Chance" vor Einführung der Fremdenverkehrsabgabe von den Betreibern im Seebad beschlossen und zu guter Letzt bereits zugesagte Gelder zur Sanierung der Strandpromenade fast zurückgewiesen, weil es nun einmal Travemünde ist. Für die CDU steht fest: Wer die Bedeutung Travemündes für Lübeck nicht versteht, darf keine Verantworung in dieser Stadt tragen.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

Autor: Klaus Petersen

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