Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 28. April 2009

Ein Auszug aus der Geschichte

Wie alles begann beim Volks- und Erinnerungsfest...

Seit 1848 pflegt die Hansestadt Lübeck die demokratische Tradition des Volks- und Erinnerungsfestes. 1839 gründete sich der Lübecker Schützenverein - dieser lud für den 28. Juni 1848 zum "Allgemeinen Scheibenschießen". Erstmals durften Menschen aus allen Teilen der lübschen Bevölkerung daran teilnehmen und nicht nur die Angehörigen von Zünften und Korporationen. Zahlreiche Lübecker versammelten sich auf dem Markt, um zusammen zum "Bürgerschützenfest vor dem Holstentor" zu ziehen. Zeitgleich kam die Postkutsche aus Hamburg mit den neuesten Nachrichten: Im demokratischen deutschen Parlament fand sich eine breite Zustimmung für die Berufung eines allgemein anerkannten Repräsentanten der Demokratiebewegung. Das bedeutete die Gleichstellung aller Menschen. Dementsprechend war die Stimmung auf dem ersten Volksfest voller Heiterkeit und Begeisterung. Der Festzug des Bürgerschützenfestes wurde spontan zum ersten Volksfestzug. Verkaufsbuden schlugen ihre Zelte auf - die Vorfahren der heutigen Schausteller.

Bis 1851 feierten die Lübecker ihr Volksfest auf der Holstentorwiese. Anschließend wurde das Burgfeld zum neuen größeren Festplatz auserkoren. Im Jahr 1927 bekam es einen Wiesenplatz vor dem Lauerholz auf der rechten Seite der Israelsdorfer (jetzt Travemünder) Allee zugewiesen, der sich dann als Volksfestplatz endgültig etablierte (außer im Zweiten Weltkrieg und die Jahre danach). Seit 1871 heißt das Fest "Volks- und Erinnerungsfest", um den Ursprung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Im Jahr 1866 fiel das Volksfest aus, weil der Krieg zwischen dem Königreich Preußen und dem Kaiserreich

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