Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 28. April 2009

Schlecht platziert: Der Bürgermeister

CDU

Eine neue Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lässt Lübeck schlecht aussehen: Im Vergleich der Kennzahlen u.a. zu Kriminalität, wirtschaftlicher Dynamik und Kinderbetreuung schneidet unsere Stadt auf einem 347. von 409 Plätzen mehr als enttäuschend ab. Sicher - die Rankings nicht nur dieses Instituts sind höchst umstritten, die Zahlen lassen sich nicht ohne weiteres miteinander vergleichen. Im Großen und Ganzen spiegelt der Vergleich aber durchaus den Zustand unserer Stadt wider. Und er überrascht kaum. Lübeck hat es nicht verstanden, die eigenen Standortvorteile konsequent in Unternehmenswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen umzustetzen. Die regionale Zusammenarbeit lahmt, das städtische Marketing ist für ein weiteres Jahr verschoben und auch eine effizientere, moderne Verwaltung lässt auf sich warten. Das INSM-Ranking ist damit auch ein Ergebnis der Mut- und Tatenlosigkeit von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Lübeck könnte heute erheblich besser dastehen, wenn an der Spitze der Stadtverwaltung ein anderer Chef platziert wäre. Bernd Saxe sitzt aus, wartet ab, entscheidet nichts. Insbesondere seit der letzten Kommunalwahl, die der Bürgerschaft unübersichtliche Mehrheitsverhältnisse beschert hat, hätte Lübeck einen besseren Managertyp bitter nötig. Auch frische Ideen aus der Bürgermeisterkanzlei hätte unsere Stadt in den letzten Jahren mehr als verdient gehabt. Doch mit Bernd Saxe ist kein Staat zu machen, das sieht bekanntermaßen auch seine eigene SPD-Fraktion so. An der Spitze von Lübecks Stadtverwaltung bleibt es lustlos und einsam.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

Autor: Klaus Puschaddel

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