Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 05. Mai 2009

Managerin der Wissenschaft

Iris Klaßen tritt am 1. Juni verantwortungsvollen Job in der Hansestadt an

Lübecks Wissenschaftsmanagement hat jetzt ein Gesicht: Die 42-jährige Dr. Iris Klaßen wird am 1. Juni den Posten der Wissenschaftsmanagerin antreten. Im Dezember vorigen Jahres lief eine bundesweite Ausschrei-

bung; insgesamt bewarben sich 138 potentielle Kandidatinnen und Kandidaten im Alter von 25 bis 62 Jahren. "Die Bewerber hatten unterschiedlichste Erfahrungen und Qualifikationen, sie haben uns die Auswahl nicht leicht gemacht", sagte Bürgermeister Bernd Saxe bei der Vorstellung von Klaßen. Deren beruflicher Hintergrund habe das Auswahlgremium jedoch am meisten überzeugt.

Die Stelle der Wissenschaftsmanagerin ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt und wird mit 135.000 Euro pro Jahr zu unterschiedlichen Teilen von der Possehl-Stiftung, der Sparkassenstiftung, der Hansestadt, der Industrie- und Handelskammer, der Kaufmannschaft zu Lübeck und den vier Hochschulen finanziert. Das Hauptaugenmerk der neu geschaffenen Position in Lübeck liegt auf der Zusammenarbeit mit den Hochschulen, wissenschaftlichen Vereinigungen, Unternehmen und kulturellen Einrichtungen, um das Thema Wissenschaft als Motor für die Entwicklung der Hansestadt in der Bevölkerung erlebbar zu machen.

Die Idee und letztlich die Einrichtung der Stelle führt in das Jahr 2007 zurück, als Lübeck sich als "Stadt der Wissenschaft 2009" unter dem Motto "Der siebte Turm der Wissenschaft" bewarb - und trotz der aussichtsreichen Bewerbung der Stadt Oldenburg i. O. nur knapp unterlag. Eine nochmalige Bewerbung im Jahr 2011 schließen Bürgermeister, der Initiativkreis "Stadt der Wissenschaft", die Stiftungen und Hochschulen nicht aus.

Iris Klaßen ist Kommunikationswissenschaftlerin, freie Journalistin und Beraterin in der Organisationsentwicklung. Sie war zehn Jahre Pressesprecherin der Universität Hildesheim und leitete dort den Bereich Kommunikation und Medien. Zuletzt war sie in der Gesundheitswirtschaft für das Klinikum Region Hannover tätig. Der, wie sich selbst bezeichnet, angstfreien Frau fehlte dort jedoch eines: der Spaßfaktor. "Ich erstickte in meiner letzten Tätigkeit in Sachzwängen, aus diesem Grund habe ich mich in Lübeck beworben".

Sie freue sich, in der Hansestadt zu arbeiten und habe sich Transparenz als höchsten Anspruch gesetzt. "Ich will den Blick auf vorhandene Ressourcen schärfen und darauf aufbauen. In Lübeck gibt es eine vielfältige Projektlandschaft". Klaßen möchte vermitteln, entwickeln und managen. "Die Stelle ist eine ungeheure Herausforderung für mich, sonst würde ich hier nicht sitzen".

In Lübeck selbst weilte sie einmal im Jahr 2006 anlässlich einer Tagung und behielt die Stadt in guter Erinnerung. In ihrem Job möchte sie nun noch viel mehr entdecken als die Dinge, die bereits an der Oberfläche schwimmen, nämlich die Dinge, "die noch in der Nische sind".

Für die neue Position wird Iris Klaßen von Hannover in die Hansestadt ziehen. "Doch erst einmal suche ich mir ein Zimmer", lacht die sympathische Wissenschaftlerin, die ihre berufliche Heimat dann im Multifunktionscenter des Lübecker InnovationsCampus finden wird. msn

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