Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Juni 2009

Sanierung der Stadtwerke

Bürgerschaft: Langes Ringen um Konzept zur Rettung des Konzerns

Rund eine Stunde diskutierten am Donnerstagabend die Kommunalpolitiker im nichtöffentlichen Teil der Bürgerschaftssitzung den Sanierungsplan für die Stadtwerke. Am Ende stand fest: Der Busverkehr wird um zehn Prozent eingeschränkt, 85 Stellen werden abgebaut und der Anschlusszwang an die Fernwärme kommt.

Die Stadtwerke haben ein Problem: In Zeiten des Monopols als Energieversorger konnte der Stadtverkehr problemlos aus den Gewinnen der Energieversorgung finanziert werden. Doch mit der Liberalisierung sanken die Erlöse aus Strom und Gas. Das Defizit des Busbetriebes von über 15 Millionen Euro kann nicht mehr ausgeglichen werden.

Nach langer Debatte entschied sich die Bürgerschaft am späten Donnerstagabend für das Sanierungskonzept der Geschäftsleitung. Als wichtigste Maßnahme zur Ergebnisverbesserung setzen die Stadtwerke Lübeck auf die Stärkung der Eigenerzeugung. Dazu soll über Windkraftanlagen eine Kapazität von 16 Megawatt aufgebaut werden.

Das vorgesehene Investitionsvolumen hierfür beträgt 24 Millionen Euro. Bestandteil des Businessplans ist ebenfalls ein Kostensenkungsprogramm mit einem Umfang von rund drei Millionen Euro. 85 Stellen sollen über Alterszeitmodelle abgebaut werden.

Spürbar wird das Paket vor allem beim Busverkehr. Zehn Prozent der Streckenkilometer sollen gestrichen werden. Das wird den Fahrplan auf schwach genutzten Verbindungen und in schwach genutzten Zeiten treffen. Das wird allerdings noch einige Zeit dauern: Die

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