Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 02. Juni 2009

Wirtschaftsförderung gegen Armut

BfL - Bürger für Lübeck

Die Bürger für Lübeck sehen die Lübeck betreffenden Werte im neuen Armutsatlas des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes als dringende Aufforderung an die Politik, das Übel an der Wurzel zu packen und nicht reflexartig an Symptomen herum zu diskutieren. Nach Auffassung der Bürger für Lübeck kann allein eine systematisch verbesserte Wirtschaftsförderung mittelfristig zu mehr Arbeitsplätzen, damit zu weniger Armut und mehr Lebensqualität führen. Die im Armutsatlas erneut dokumentierte prekäre Lage vieler Bürger in Lübeck ist ein Symptom ungenügender Wirtschaftskraft. Es gibt einfach zu wenige und zum Teil zu schlecht bezahlte Arbeitsplätze. Das Symptom nun allerdings damit heilen zu wollen, dass einfach Transfergelder erhöht werden, geht an der Sache vorbei und ist kein Entscheidungsfeld der Kommunalpolitik. Ursachenbekämpfung kann in Lübeck kurz- und vor allem mittelfristig nur in einer konsequenten Wirtschaftsförderung mit Unternehmens- gründungs- und Ansiedlungserfolgen geschehen, was in Lübeck stark verbesserungsbedürftig ist. Es müssen Defizite in der Investorenakquisition und -betreuung auf der Basis klarer Standortkonzepte behoben werden. In der längerfristigen Perspektive werden heutige Investitionen in Frühförderung von Kindern und in Bildung ihren mittelbaren Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Das Potenzial höher qualifizierter Arbeitnehmer in der Region ist ein wichtiger Standortfaktor und sollte deshalb auch als solcher Gegenstand der Kommunalpolitik sein. Eine erfolgreiche kommunale Wirtschaftspolitik ist jedenfalls die beste Grundlage für eine gute Sozialpolitik.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

Autor: Dr. Raimund Mildner

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