Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. Juni 2009

Sichere Querung der B207

Fußgänger und Radfahrer werden im Hochschulstadtteil umgeleitet

Schon lange wird über die Verkehrssicherheit der neuen B207 im Hochschulstadtteil, an der Rückseite des Einkaufzentrums, diskutiert. Ein bei Radfahrern und Fußgängern sehr beliebter Schleichweg, der direkt über die Bundesstraße führt, musste dringend gesichert werden.

Nun habe man sich auf eine schnelle Lösung einigen können, verkündete Lübecks Bausenator Franz-Peter Boden. Erleichtert sei er darüber, denn noch habe es keinen Unfall an der Stelle gegeben. "Am Wochenende habe ich selbst beobachten können, wie Vater und Kinder mit Fahrrädern an der Querung auf eine Lücke im Verkehr warteten und dann ihre Räder über die Straße schoben. Eine gefährliche Abkürzung."

"Der Zustand ist unhaltbar. Eine so heikle Verkehrssituation dürfen wir nicht dulden", betonte Jens Sommerburg, Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr unter zustimmendem Nicken Bodens.

Man versuche, zu Beginn der Sommerferien mit der Entschärfungsmaßnahme zu beginnen. Dann wird der Übergang für einige Wochen geschlossen werden. "Wir werden den Bürger rechtzeitig mit Schildern auf die Schließung und eine mögliche Ausweichstrecke informieren", versprach Boden. Ziel sei es, Radfahrer und Fußgänger 125 Meter parallel zu den Gleisen in Richtung Maria-Goeppert-Straße zu führen, die dortige Ampelanlage für Fußgänger aufzurüsten und die nichtmotorisierten Bürger dort sicher über die Straße zu bringen. Mit 30.000 Euro müsse man für diese Maßnahme rechnen. Die Umgehung sei aber nur temporär. Kommt der neue Bahnhaltepunkt im Hochschulstadtteil, werde es eine andere Lösung geben. Aber bis dahin habe man eine verkehrssichere Variante, denn die Wege hätten eine hohe Bedeutung für die Bevölkerung: Im Februar wurde zehn Stunden gezählt. Über 7000 Fahrzeuge und mehr als 200 Fußgänger und Radfahrer nutzten die "inoffizielle Kreuzung". Eine einfache Fußgängerampel an dieser Stelle sei unhaltbar. "Das verbietet der Gesetzgeber. Es handelt sich ja um eine Bundesfernstraße außerhalb geschlossener Ortschaften", erklärt Sommerburg.

Nun werde nach einem geeigneten Termin gesucht. In spätestens sechs Wochen soll aber bereits der sichere Weg zu Verfügung stehen, verspricht Boden.

Während der Sperrung steht den Radlern und Fußgängern die Brücke zwischen Bornkamp und Hochschulstadtteil als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. fem

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de